Studentenleben

Karlsruhe erleben – Ein Tag in der Fächerstadt

Mit knapp 300.000 Einwohner*innen ist Karlsruhe die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs und auf Platz 22 in ganz Deutschland. Die geographische Nähe zu Offenburg macht die Stadt zu einem exzellenten Ziel für einen Tagesausflug für Studierende der Hochschule. Die Stadt ist vor allem als Standort des Bundesverfassungsgerichtes bekannt, hat aber auch als Ausflugsziel einige Dinge zu bieten. Ebenso kommen die kulinarische Seite und das Nachtleben hier nicht zu kurz. Was genau du in Karlsruhe an einem Tag erleben kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Wie kommt man nach Karlsruhe?

Mit dem Auto von Offenburg nach Karlsruhe hat man eine Strecke von 77 Kilometer vor sich, welche eine Fahrtzeit von rund 50 Minuten in Anspruch nimmt. Über die Autobahn A5 besteht eine Direktverbindung zwischen beiden Städten. In Karlsruhe kannst du dein Auto in Zentralen Parkhäusern unter anderem am Schloss, am Ettlinger Tor und am Kongresszentrum abstellen.

Mit der Bahn ist man mit dem RE und dem IC in 42 Minuten vom Offenburger Bahnhof am Karlsruher Hauptbahnhof, mit dem ICE sogar in 28 Minuten. Vom Karlsruher Hauptbahnhof kann man innerhalb weniger Minuten mit der Straßenbahn in die Innenstadt gelangen oder man nimmt einen knapp 25-minütigen Fußweg auf sich. Für diese Bahnfahrt empfiehlt sich für Studierende der Kauf eines Baden-Württemberg Ticket Young. Wer ein Ticket wie das neue Deutschlandticket oder das JugendticketBW hat, benötigt dieses selbstverständlich nicht. Wenn du dich hierfür etwas mehr interessierst, schau dir doch einen Vergleich beider Tickets an.

Fünf Ausflugsziele in Karlsruhe

In Karlsruhe gibt es viele schöne Orte zu sehen, die man in seine Tagesplanung aufnehmen kann. Einige werden im Folgenden vorgestellt:

Schloss Karlsruhe

Karlsruhe ist eine sogenannte Fächerstadt und dies spiegelt sich im Aufbau der Stadt wider. Im Innenstadtbereich gehen alle Straßen Fächerförmig von einem zentralen Punkt in verschiedene Richtungen ab. Diesen zentralen Punkt und somit gedanklicher Mittelpunkt bildet das Karlsruher Schloss. Das Barockschloss wurde bereit 1715 erbaut und legte somit den Grundstein für die spätere Stadt.

Das Schloss in Karlsruhe in der Frontalansicht

Besonders auffällig ist die hellgelbe Fassade. Heute beinhaltet das Schloss das badische Landesmuseum, welches durchaus einen Besuch wert ist. Direkt neben dem Schloss kannst du dann auch das Bundesverfassungsgericht bestaunen, wenn du möchtest.

Tipp: Jeden Freitag zwischen 14 und 18 Uhr ist der Eintritt frei und um 16 Uhr gibt es sogar eine kostenlose Führung durch das Schloss.

Schlossgarten und botanischer Garten

Auch der Schlossgarten vor dem Schloss ist ein Besuch wert. Hier tummeln sich den ganzen Tag über viele Leute und genießen das Wetter. Der größte Teil des Schlossgartens befindet sich nördlich, also hinter dem Schloss. Allerdings ist auch vor dem Schloss Platz, um es sich mit einer Picknickdecke gemütlich zu machen und die länglichen Brunnen zwischen den Grünflächen als Abkühlung zu nutzen. In der Sommersaison von Ende Mai bis Mitte Oktober kannst zudem die Schlossgartenbahn nehmen. Dies ist eine alte Eisenbahn, welche auf einer 2,7 Kilometer langen Strecke durch den ganzen Schlosspark fährt.

Kuppel der Orangerie in Karlsruhe

Direkt angrenzend am Schlosspark befindet sich der botanische Garten von Karlsruhe. Hier findest du mit dem Kalthaus, dem Palmenhaus und dem Warmhaus gleich drei Gewächshäuser. In diesen lassen sich alle Arten von Gewächsen betrachten. Auch architektonisch bietet der botanische Garten einiges. Vor allem die zugehörige Orangerie, in welcher zeitgenössische Kunst ausgestellt wird, steht dafür.

Wer von botanischen Gärten nicht genug bekommen kann, kann im Anschluss noch den wenige Kilometer entfernten botanischen Garten des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) besuchen.

Tipp: Jedes Jahr finden im Zeitraum von Mitte August bis Mitte September in Karlsruhe die sogenannten Schlosslichtspiele statt. Hierbei wird die Fassade des Karlsruher Schlosses als Videoleinwand für das Lichtfestival genutzt. Dieses Spektakel findet Abends bei passenden Lichtverhältnissen statt und ist von der Parkfläche vor dem Schloss für jeden kostenlos zu verfolgen.

Zoologischer Stadtgarten

Wer vom Hauptbahnhof nicht erst in die Innenstadt fahren möchte, kann auch den direkt neben dem Bahnhof gelegenen Zoo besuchen. Dieser besteht inzwischen schon seit über 150 Jahren. Hier lassen sich alle beliebten Tierarten finden. Insgesamt leben hier etwa 1000 Tiere von ungefähr 130 verschiedene Arten. Täglich finden zwischen 10 und 17 Uhr unterschiedliche Tierfütterungen statt. Rund um den See des Stadtgartens gibt es zudem auch eine ausgefallene Flora und Fauna in Form von thematisch unterschiedlichen Gärten, die Besucher*innen einlädt.

Elefanten im Karlsruher Zoo

Tipp: Wer möchte, kann eine 20 bis 40 minütige Gondoletta-Rundfahrt buchen, bei der man an allen möglichen Tiergehegen vorbeifährt.

Turmberg

Aussicht über Karlsruhe vom Turmberg in Durlach

Um den Abend ausklingen zu lassen, bietet sich die Aussichtsterasse des Turmbergs an. Dieser liegt etwas außerhalb im Stadtteil Durlach. Von hier hast du einen atemberaubenden Blick über Karlsruhe und Umgebung. Bis zum Einbruch der Dunkelheit kann man nicht nur auf die vor dem Turm liegenden Stufen sitzen, sondern auch noch den Turm selbst besteigen. Der Turmberg selbst ist 256 Meter hoch und ist mit dem Auto zu erreichen. Allerdings gibt es auch eine Treppe mit 526 Stufen direkt zur Spitze.

Tipp: Wer weder mit dem Auto noch zu Fuß den Gipfel erreichen möchte, kann auch die extra angelegte Turmbergbahn nutzen. Diese Standseilbahn ist seit 1965 elektrisch und überwindet über 100 Höhenmeter.

Ettlinger Tor

Wer eher auf Shopping steht, ist in Karlsruhe ebenfalls gut aufgehoben. Neben zahlreichen Läden entlang der Karlsruher Kaiserstraße hat die Innenstadt mit dem Ettlinger Tor ein dreistöckiges Shoppingcenter. Auf 37.000 Quadratmetern finden sich hier Läden verschiedenster Kategorien, wie beispielsweise Lindt, Snipes, H&M oder MediaMarkt.

Einkaufszentrum Ettlinger Tor von Innen

Tipp: Mit rund 20 Restaurants und Cafés ist hier auch für das Wohlergehen während deines Shoppingtrips gesorgt.

Restaurants in Karlsruhe

Nach einem ganzen Tag voller Ausflüge ist man meistens hungrig. Hier hat Karlsruhe auch kulinarisch eine breite Auswahl zur mittäglichen oder abendlichen Stärkung. Im Folgenden stelle ich dir fünf meiner Lieblingsrestaurants vor, sowie einen Geheimtipp für heiße Tage im Sommer.

DeliBurgers

Eher unscheinbar in der Nähe der Kaiserstraße befindet sich dieser Burgerladen. Hier findet man zwar nur eine kleinere Auswahl auf der Karte, ein Besuch lohnt sich aber allemal. Meiner Meinung nach lässt sich hier der mit Abstand beste Burger der Stadt finden. Man bekommt sogar umsonst einen Nachschlag für seine Pommes, dazu muss man nur an die Theke gehen und nachfragen.

Cheeseburger schön angerichtet mit Pommes
Min Ramen Bar

Wer genau wie ich die asiatische Küche liebt, für den ist die Min Ramen Bar die richtige Anlaufstelle. Neben meinem absoluten Favoriten, den klassischen Ramen findet man hier auch Vorspeisen sowie Reis- und Nudelgerichte. Auch für Vegetarier*innen und Veganer*innen gibt es genug Auswahl.

Schüssel mit Ramen-Suppe
Kebabi

Dönerläden hat Karlsruhe wie in fast jeder deutschen Großstadt zu genüge. Mich hat Kebabi mit seiner Vielfältigkeit bei den Komponenten überzeugt und hebt sich daher für mich besonders hervor. Hier gibt es einige Besonderheiten, wie beispielsweise verschiedene Sorten von Grillgemüse oder Kartoffeln. Insgesamt ist die Auswahl mit 44 Zutaten und 4 Saucen riesig. Wer hier einen Döner haben möchte, muss allerdings oft eine längere Anstehzeit einplanen.

Person schneidet Fleisch von einem Dönerspieß
’87 Mamma Lina

Auch italienische Pizza ist in Karlsruhe in einigen Restaurants erhältlich. Bei Mamma Lina erhält man aber echte neapolitanische Pizza direkt aus dem Steinofen. Als Pizza-Liebhaber ist dieses Restaurant für mich ein Muss, da man hier authentischen Geschmack bekommt. Ein Markenzeichen ist dabei der extrem dicke und fluffige Rand der Pizza, die bei nur 60 Sekunden Backzeit perfekt genießbar ist.

Neapolitanische Pizza vor einem Ofen
Veggiezz

In diesem Restaurant kommen besonders Vegetarier*innen und Veganer*innen auf ihre Kosten. Mein absoluter Favorit, wenn ich mal etwas anderes essen und gleichzeitig auf Fleisch möchte. Von Burger und Wraps bis Bowls und sogar Steaks auf Seitan-Basis gibt es hier alles, was das fleischfreie Herz begehrt. Besonders frisch und gesund sind Attribute, für die das Restaurant steht.

Vegane Bowl
Geheimtipp im Sommer: Eis Cassata

Im Sommer kann es durchaus ziemlich heiß werden. Dann hole ich mir besonders gerne ein Eis. Die Eisdiele meiner Wahl ist dann Eis Cassata in der Oststadt. Diese Eisdiele wurde nicht umsonst 2021 zur beliebtesten in ganz Baden-Württemberg gekürt. Allerdings musst du auch hier je nach Wochentag und Tageszeit damit rechnen, ein paar Minuten länger auf dein Eis zu warten.

Bars in Karlsruhe

Wer den Abend noch mit einem alkoholischen Getränk ausklingen möchte, ist in Karlsruhe bestens beraten. Neben einer großen Anzahl von Nachtclubs hat Karlsruhe auch einige Bars, deren Besuch sich lohnt. In diesem Abschnitt findest du drei Bars, die ich selbst regelmäßig besuche.

Venus Bar

Die Venus Bar wirbt mit einem etwas anderen Konzept. Hier sollen sowohl Leute die eine Bar bevorzugen, als auch Leute die gerne in Nachtclubs unterwegs sind ihren Spaß finden. Neben verschiedenen DJs am Wochenende gibt es hier Veranstaltungen wie den Ping-Pong-Abend Dienstags. Ich selbst allerdings gehe sehr gerne zum Bingo-Abend jeden Donnerstag.

Bingo-Karte mit gezogenen Zahlen
Oxford Pub

Der Oxford Pub ist eine Hochburg für Studierende. Daher ist das auch die Bar, welche ich selbst am häufigsten mit Freunden aufsuche. Die Speisekarte ist preislich deutlich unter der vieler anderer Bars und auch die Aufmachung ist eher für die studentische Zielgruppe gedacht. Ein Campus-Ale gibt es hier bereits für 3,30 Euro und einen Hamburger mit Pommes für nur 6,50 Euro. Zusätzlich gibt es eine vielfältige Bierauswahl aus zehn verschiedenen Ländern.

Bier wird an einem Hahn gezapft
Aposto

Neben italienischer Küche gibt es im Aposto in Karlsruhe vor allem Cocktails. Neben 35 verschiedenen Cocktails in unterschiedlichen Größen und mit oder ohne Alkohol, gibt es zusätzlich eine große Auswahl anderer Getränke wie Bier, Wein oder Gin-Drinks. Eine Aktion, wegen der ich diesen Spot besonders gerne mag, ist die Möglichkeit mittwochs ab 20 Uhr seinen eigenen Cocktailpreis zu erwürfeln. Täglich ist hier zusätzlich von 17-19 Uhr und ab 22 Uhr Happy Hour.

Cocktail mit Minze an einer Bar

Fazit

Wie du siehst, hat Karlsruhe jede Menge für einen ganzen Tag voller Erlebnisse zu bieten. Es gibt noch viel mehr Spots für Ausflüge in der Stadt, gutes Essen sowie das ein oder andere Getränke, die du selbst entdecken kannst. Falls ein Tagestrip in Karlsruhe für dich nicht genug ist, gibt es auch noch weitere Städte, die du besuchen kannst. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Trip nach Freiburg oder sogar einen längeren Trip nach Amsterdam? Auch Offenburg selbst hat einiges zu bieten für einen Wochenendausflug oder einen Tag am See.

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Bildquellen

Titelbild

Wikimedia Commons – Luftansicht Schlossplatz Karlsruhe

Beitragsbilder

Flaticon – Icons

Pixabay – Schloss Karlsruhe

Unsplash – Orangerie Karlsruhe

Pixabay – Elefanten im Karlsruher Zoo

Pixabay – Ausblick vom Turmberg

Wikimedia Commons – Ettlinger Tor

Unsplash – Burger

Unsplash – Ramen-Suppe

Unsplash – Mann schneidet Dönerfleisch

Unsplash – Pizza vor Ofen

Unsplash – Vegane Bowl

Unsplash – Person hält Eiswaffel

Pexels – Bingokarte

Unsplash – Bier wird gezapft

Unsplash – Cocktail an einer Bar

Google Maps – My Maps

Textquellen

’87 Mamma Lina – Startseite

Aposto Karlsruhe – Startseite

BNN – Beliebteste Eisdiele Baden-Württembergs

Botanischer Garten Karlsruhe – Informationen

DeliBurgers – Startseite

Deutsche Bahn – Baden-Württember-Ticket-Young

Deutsche Bahn – Fahrt planen

Eistortenshop – Eis Cassata

Ettlinger Tor – Shops

Instagram – Min – Ramen Bar

Karlsruhe erleben – Ettlinger Tor

Karlsruhe erleben – Schloss Karlsruhe

Karlsruhe erleben – Tierische Highlights im Zoo Karlsruhe

Karlsruhe erleben – Turmberg

Karlsruhe erleben – Turmbergbahn

Kebabi – Startseite

meinKA – Anstieg: Einwohnerzahl in Karlsruhe wieder auf knapp 300.000

meinKA – Schlossgartenbahn

Oxford Pub – Startseite

Quermania – Orangerie Karlsruhe

Schlosslichtspiele – Informationen

Stadt Karlsruhe – Parkhäuser im Zentrum

Stadt Karlsruhe – Zoologischer Stadtgarten

Stadtwiki Karlsruhe – Botanischer Garten

Stadtwiki Karlsruhe – Schlossgarten

Stadtwiki Karlsruhe – Zoologischer Garten Karlsruhe

Veggiezz – Startseite

Venus Bar – Startseite

Studentenleben

#thatgirl – Ein fragwürdiger Traum von Selbstoptimierung und Perfektionismus

Selbstoptimierung und Perfektionismus vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Der Social Media Trend „#thatgirl“ spiegelt einen Lifestyle wider, der genau das verspricht. Vom gesunden Avocadobrot über die morgendliche Meditation bis hin zur täglichen Sporteinheit. Es scheint, als hätten die Frauen in den Videos ihr Leben im Griff. In diesem Beitrag erfährst du, was es mit diesem Selbstoptimierungs-Trend auf sich hat, warum dieser gefährlich sein kann und was du dagegen tun kannst.

Social Media Trend #thatgirl – Wer ist dieses Mädchen?

Sie steht früh auf, treibt Sport, ernährt sich gesund, schreibt in ihr Journal, liest jeden Tag ein paar Seiten in einem Buch und ist hoch motiviert in Studium oder Beruf. Sucht man auf TikTok, Instagram, YouTube und Co. nach dem Hashtag #thatgirl (dt.: dieses Mädchen), findet man unzählige Posts und Videos von jungen Frauen, die ihre Alltagsroutinen darstellen. Diese sollen andere Frauen zum Nachmachen anregen, um die beste Version ihrer selbst zu werden. 

Auf TikTok verzeichnet der Hashtag mittlerweile 13,2 Milliarden Aufrufe (Tendenz steigend). Dies zeigt, dass dieser Trend eine große Reichweite hat und von vielen jungen Menschen verfolgt wird.

Abb. 1: #thatgirl-Ästhetik
#thatgirl – Starter Kit

Um das besagte Mädchen zu werden, geben die Creator*innen verschiedene Tipps, wie du dem Ideal näher kommst. Denn schließlich soll der Trend dazu dienen, gesunde Gewohnheiten zu etablieren, um so produktiver zu sein. Diese können sein:

  1. Schlafe jeden Tag mindestens acht Stunden 
  2. Stehe früh auf – am besten vor acht Uhr 
  3. Starte deinen Tag mit einer Meditation und Handy freier Zeit 
  4. Bewege dich täglich mindestens 30 Minuten 
  5. Trinke mindestens zwei Liter Wasser am Tag 
  6. Iss zu jeder Mahlzeit Obst oder Gemüse 
  7. Starte ein Journal, in das du täglich schreibst
  8. Bringe Ordnung in dein Zimmer/ deine Wohnung 

Das nachfolgende Video zeigt beispielhaft, wie ein Morgen als #thatgirl aussehen kann.

https://www.youtube.com/watch?v=FbhmsnOMTOE&t=17s

Es gibt auch ähnliche Trends auf TikTok, die sich an Männer richten. Diese sind unter den Hashtags #thatboy, #thatguy oder #itboy zu finden. Ähnlich wie beim #thatgirl-Trend geht es dabei darum, bestimmte Verhaltensweisen zu etablieren. Diese ähneln dem #thatgirl-Trend. Auch hier wird von den Creator*innen ein bestimmter Look für Männer vermittelt.

Mehr Schein als Sein – Darum ist dieser Trend gefährlich

Ein Trend, der zu gesunden Gewohnheiten anregen und dabei helfen soll, produktiver zu sein. Klingt auf den ersten Blick nicht schlecht, oder? Doch #thatgirl hat viele Schattenseiten:

Unrealistische Standards

Der Trend vermittelt eine oberflächliche Sicht von Erfolg und Selbstwert. Der Fokus liegt vor allem auf Äußerlichkeiten. In den Videos und Bildern sind meist „normschöne“, dünne Frauen zu sehen. Dies gibt der „besten Version seiner selbst“ einen standardisierten Look und suggeriert, du musst dünn und perfekt sein.

Scheinbare Leichtigkeit

Die Videos und Bilder vermitteln den Eindruck, dass es ganz einfach ist, nach den Regeln des Trends zu leben. #thatgirl hat keine Probleme, morgens aus dem Bett zu kommen. Auch das morgendliche Workout meistert sie mit Leichtigkeit. Doch sind wir mal ehrlich: Für die meisten von uns ist dieser Lifestyle so nicht realisierbar, zumindest nicht in diesem Ausmaß. Wir studieren, haben Verpflichtungen. Da ist es auch ohne morgendliche Routine manchmal schwer genug, alles unter einen Hut zu bringen.

Permanenter Vergleich

Dass soziale Medien den ständigen Vergleich mit vermeintlich erfolgreicheren und perfekteren Personen verstärken und Frauen bzw. Männer psychisch belasten können, ist nicht neu. Wie eine Studie der britischen Soziologin Rosalind Gill aus dem Jahr 2021 zeigt, geben 90 Prozent der befragten Frauen an, dass sie durch Social Media das Gefühl haben, andere seien erfolgreicher als sie selbst. Der #thatgirl-Trend ist einer von vielen, die diesen psychischen Druck auslösen bzw. verstärken können. Selbst wenn du nach den Regeln des Trends lebst, können am Ende trotzdem Schuldgefühle entstehen, weil die Frauen in den Videos scheinbar ein produktiveres und perfekteres Leben führen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie Social Media dein Selbstbild beeinflussen kann, dann schau dir den Artikel von Nina-Sophie Boost zum Thema „Schein vs. Sein – Wie Social Media dein Selbstbild beeinflusst“ an. In dem Artikel von Lukas Brucker erfährst du mehr über den Einfluss der Vergleichskultur auf den sozialen Medien und erhältst fünf hilfreiche Tipps zur Bewältigung: Zwischen Ideal und Realität: Der Einfluss der Social-Media-Vergleichskultur auf Studierende.

Gefühl von doppeltem Versagen

Trends wie #thatgirl sind keine Seltenheit: #hustleculture , #girlboss, #fitspiration, #luckygirl. Alles Trends, die auf ihre eigene Art und Weise zu Selbstoptimierung und Perfektionismus führen sollen. Dennoch gibt es einen Unterschied zum #thatgirl-Trend. Dieser ist eine Kombination aus den Inhalten der oben genannten Hashtags. Er vereint viele verschiedene Bereiche: Gesunde Ernährung, Bewegung, Erfolg im Berufsleben, Ordentlichkeit. #thatgirl-Content kann daher verstärkt triggern, da dieser Trend nicht nur die körperliche Selbstoptimierung glorifiziert, sondern auch die Optimierung des Alltags. Gelingt die Umsetzung des Lifestyles nicht, ist das Gefühl des Versagens gleich doppelt so groß.

#thatgirl ist eine Illusion. Eine idealisierte und stigmatisierte Ästhetik, die dazu führt, den Alltag nach Selbstoptimierung auszurichten. Die den Wahn nach Perfektion befeuert. Das Glück am Level der Produktivität misst.

Nina Brugger – ELLE Journalistin
🎥 Ein Selbstversuch

Du wolltest schon immer mal wissen, wie es sich nach den #thatgirl-Regeln lebt?
Delal hat es für dich getestet und lebt eine Woche nach den Regeln des #thatgirl-Trends. Wie es ihr dabei ergangen ist, siehst du in der folgenden PULS Reportage.

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❗️Achtung Spoiler

Insgesamt absolvierte Delal nur an vier von sieben Tagen die komplette Routine. An den anderen drei Tagen hat sie nur Teile der Routine durchgeführt. 
Bevor sie diesen Selbstversuch startete, merkte sie auch, dass dieser Trend bei ihr Selbstzweifel auslöste. Sie habe sich immer gefragt, ob sie ein falsches Leben führe oder einfach zu faul sei. 

Ihr Fazit nach sieben Tagen leben wie #thatgirl: 
Sie ist nicht zu faul. Sie hat gemerkt, dass sie eine Routine braucht, aber die #thatgirl-Routine nicht ihre ist.

Fünf Tipps, um gesunde Routinen zu etablieren

Social Media Trends kommen und gehen, aber gesunde Routinen bleiben. Das Anschauen der schönen Bilder und Videos allein reicht nicht aus, um Gewohnheiten zu durchbrechen und neue zu etablieren. Dazu braucht es Selbstmotivation und Durchhaltevermögen.

Diese fünf Tipps können dir helfen, gesunde Routinen zu etablieren: 

1️⃣ Setze dir weniger Ziele: Nimm dir zunächst nur ein oder zwei Ziele vor und setze sie in deinem Alltag um.

2️⃣ Minimiere die Ziele: Anstatt dir zum Beispiel vorzunehmen, jeden Tag um sechs Uhr aufzustehen, stelle deinen Wecker erst einmal eine halbe Stunde früher als sonst. 

3️⃣ „Balance is Key“: Zu einer gesunden Routine gehören auch Belohnungen. Wenn dir danach ist, gönne dir etwas.

4️⃣ Höre auf deinen Körper: Sei nicht zu streng mit dir selbst. Wenn du zum Beispiel merkst, dass du erschöpft bist und eine Pause von deiner Sportroutine brauchst, dann nimm dir diese. Bei deinem nächsten Training wirst du mit mehr Energie durchstarten können.

5️⃣ Sei geduldig: Neue Routinen und Gewohnheiten entstehen nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit. Auch wenn der Anfang schwer ist und es manchmal nicht so klappt, wie du dir das vorgestellt hast. Du musst durchhalten und dranbleiben.

Fazit

Be a girl, not #thatgirl

Nina Brugger – ELLE Journalistin

Dieser Trend vermittelt ein Idealbild. Es ist nichts, was du unbedingt erreichen musst. Niemand ist perfekt und niemand schafft es, jeden Tag alles unter einen Hut zu bringen.
Entwickle eine Routine, die zu deinem Leben passt – nicht zu dem anderer. 

🗣 Meine persönliche Erfahrung mit dem #thatgirl-Trend

Als ich zum ersten Mal von diesem Trend hörte, war ich zunächst begeistert. Ich fand die Idee, sich eine gesunde Morgen- bzw. Alltagsroutine zu schaffen, super. Für mich standen Sport, gesunde Ernährung, Lesen und Journaln im Vordergrund. 

Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich das alles im Alltag nur schwer umsetzen kann. Ich fühlte mich unter Druck gesetzt und manchmal auch als Versagerin, weil andere Frauen offensichtlich alles unter einen Hut brachten.

Glücklicherweise konnte ich erkennen, dass es oft Influencer*innen sind, die diesen Lifestyle leben. Durch ihre Berufswahl haben sie die Flexibilität im Alltag, um solche Routinen umzusetzen. Diese Flexibilität habe ich mit einem nine-to-five-Job nicht. Ich habe erkannt, dass ich eine Routine brauche, die in meinen Alltag passt und habe aufgehört, dem #thatgirl-Trend zu folgen.

Textquellen
TechTalk

Social Connected und doch alleine?

Hunderte digitale Kontakte besitzen wir via Instagram, Facebook und WhatsApp. Doch wen können wir in ungewöhnlichen Situationen anrufen? Wem können wir unsere Probleme und Sorgen erzählen? – Wir sind durch die sozialen Netzwerke vernetzt wie nie zu vor und doch haben wir in der Gesellschaft ein immer stärker werdendes Problem: Einsamkeit.


Warum fühlen wir uns einsam?

Der Influencer Tim Gabel bringt es in einem kurzen YouTube-Video auf den Punkt. Trotz der digitalen Vernetzung und der Möglichkeit neue Freundschaften aufzubauen, fühlen sich vermehrt die Menschen einsam. Doch warum fühlen sich die Menschen zunehmend einsam in einer Welt, die immer vernetzter ist und Kontakte über den Globus vereinfacht möglich macht?

https://youtu.be/9IV9H5NXmBU

Video 1: Digitale Freund*innen und doch alleine

Einsamkeit vs. Alleinsein?

In der Gesellschaft wird Einsamkeit wenig thematisiert und ist ein schambehaftetes Thema. Häufig wird es nur in Verbindung mit den älteren Generationen betrachtet. Jedoch kann Einsamkeit jeden treffen, egal ob jung oder alt.

Es muss jedoch eine Unterscheidung zum Alleinsein erfolgen, da beides nicht dasselbe bedeutet. Alleinsein ist ein selbst gewählter Zustand und kann beinhalten, sich bewusst zurückzuziehen. Dabei kann einer positiven Tätigkeit nachgegangen werden, um die Körperbatterien wieder aufzuladen, beispielsweise dem Meditieren.

Einsamkeit wird im wissenschaftlichen Sinne immer negativ dargestellt. Viele Betroffene beschreiben es als ein schmerzhaftes Gefühl in der Brust, ein Engegefühl oder auch das Unwohlsein in großen Menschenmengen, obwohl man viele Personen kennt. Einsamkeit lässt sich nicht so leicht definieren, denn jeder empfindet dieses Gefühl anders. Dennoch wird es häufig als ein subjektives Gefühl beschrieben, bei dem man keine Nähe verspürt.

42% der Deutschen fühlen sich einsam
Zwischen den Jahren 2013 und 2017 lag die Zahl der Betroffenen, die sich manchmal einsam fühlten, bei 14 Prozent. Während der Corona-Pandemie ist die Zahl auf rund 42 Prozent gestiegen. Diese Informationen veröffentlichte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf deren Webseite. Unter den 15 bis 30-Jährigen fühlten sich während der Pandemie rund 60 Prozent der Menschen einsam.


Wie zeigt sich Einsamkeit?

Wir sind menschliche Wesen, die die Qualität der Quantität an Beziehungen und Freundschaften vorziehen. Demzufolge sind die sozialen Netzwerke hilfreich, um neue Freundschaften aufzubauen, aber sie können die wichtigen zwischenmenschlichen Beziehungen nicht ersetzen. Umso schwerer fällt es uns, wenn wir diese für uns qualitativ hochwertigen Kontakte nicht haben.

Abbild 1: Rückzug von Freunden und Bekannten

Egal ob wir uns in einer glücklichen Partnerschaft, in einem erfolgreichen Beruf oder am Reisen durch die Welt befinden, Einsamkeit kann in verschiedenen Bereichen und Formen unseres Lebens auftreten. Es wird davon ausgegangen, dass die Entstehung von Einsamkeit durch zwei mögliche Ansätze definiert werden kann:

  1. Einsamkeit entsteht aufgrund äußerer Umstände und Situationen.
  2. Einsamkeit entsteht aufgrund bestimmter persönlicher Einstellungen.

Es gibt viele Faktoren, die die Einsamkeit beeinflussen können, beispielsweise die Dauer der Phase und das subjektive Gefühl, wann Einsamkeit verspürt wird.

Anzeichen für Einsamkeit können folgende sein:

Abbild 2: Sechs Anzeichen von Einsamkeit

Zu den genannten Anzeichen ist allgemein zu beobachten, dass sich Einsamkeit auf unsere Gesundheit auswirkt.

„Das Stresssystem im Körper ist bei Menschen, die unter andauernder Einsamkeit leiden, sehr aktiv.“

Dr. Marcus Mund, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Psychologie

Der Pegel des Stresshormon Cortisol ist dauerhaft sehr hoch, wenn wir unter Einsamkeit leiden. Eine zu hohe andauernde Ausschüttung des Cortisols ist für unser Immunsystem nicht gut. Es führt dazu, dass wir anfälliger für Krankheiten sind.


Du glaubst du bist betroffen?

Bei Einsamkeit handelt es sich nicht um eine klar diagnostizierbare Krankheit. Tests im Internet
können eine erste Einschätzung dazu geben, ob du betroffen sein könntest. Von den Testanbietern wird, unabhängig vom Ergebnis, dazu geraten, einen Arzt aufzusuchen.

Abbild 3: Gefühl der Leere und Lustlosigkeit

Solltest du aber in den letzten Monaten extreme Verhaltensänderungen an dir verzeichnet haben, die den oben genannten Symptomen gleichen, kannst du dich bei folgenden Einrichtungen für eine Unterstützung oder für einen weiteren Rat melden. Oder suche den Arzt oder die Ärztin deines Vertrauens auf und rede mit ihm/ihr darüber.


Wie wirkt sich Social Media auf das Phänomen Einsamkeit aus?

Social Media kann ein Auslöser sein, warum wir uns einsam fühlen. Durch die tägliche Nutzung sehen wir, was unsere Freund*innen für aufregende Erlebnisse haben. Wir freuen uns, dass wir diese Erlebnisse direkt mitbekommen. Wir fangen aber auch direkt an, unser Leben mit dem unserer Freund*innen zu vergleichen. Dies kann zu einer verzehrten Wahrnehmung führen und lässt uns glauben, dass die anderen glücklicher und zufriedener leben. Zudem kann dies mit der Angst „Fear of Missing Out“ verbunden sein.

Abbild 4: Social Media Nutzung trotz direkter Kontakt zu Mitmenschen möglich

Social Media soll das Gefühl der Verbundenheit fördern und uns stärker miteinander vernetzen. In besonderen Lebenssituation kann die Nutzung von Social Media hilfreich sein, um sich mit anderen Gleichgesinnten auszutauschen. Aber auf der anderen Seite kann es dazu führen, dass wir weniger Zeit mit unseren direkten Kontakten verbringen.

Dennoch zieht es immer mehr Menschen, die sich einsam fühlen, in die sozialen Netzwerke, um hier ein Gefühl der Verbundenheit zu bekommen. Es zeigt sich demzufolge ein Widerspruch, der selbst in der Wissenschaft noch nicht eindeutig erklärt werden kann. Denn die Nutzung von Social Media kann die Einsamkeit nicht mildern, es verdrängt sie für eine gewisse Zeit nur.

Wie viel Zeit verbringst du in den sozialen Netzwerken? Pflegst du mehr digitale Beziehungen oder doch lieber die direkten Kontakte in der Offline-Welt?


Was kannst du dagegen tun? – Fünf Tipps

1. Fühle in dich hinein

Fühle in dich hinein, wenn du merkst, dass du dich gerade einsam fühlst. Finde heraus, was der Auslöser ist. Liegt es daran, dass du über deine Social Media Kanäle gesehen hast, dass sich Freund*innen ohne dich getroffen haben oder weil du gerade einfach jemanden zum Reden suchst. Beobachte zudem, wie lange das Gefühl da ist. Notiere dir die Erkenntnisse, denn davon kannst du nur lernen.

2. Beschäftige dich mit etwas, was dich erfüllt

Wenn du dich einsam fühlst, gehe einer Beschäftigung nach, die dich erfüllt. Suche dir eine Beschäftigung, die offline stattfindet, beispielsweise Sport, Zeichnen, Töpfern oder etwas ganz Neues, was du schon immer mal ausprobieren wolltest. Die Beschäftigung bringt dich auf andere Gedanken.

3. Übernehme ein Ehrenamt

Wenn du neu in eine Stadt gezogen bist, kann es helfen, sich eine ehrenamtliche Tätigkeit zu suchen, um mit Menschen in Kontakt zu treten. Selbst wenn du schon länger irgendwo wohnst, kannst du ein Ehrenamt übernehmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Informiere dich hier bei deiner Stadtverwaltung, bei kulturellen Einrichtungen oder auch bei Tierheimen, inwieweit du sie durch ehrenamtliche Tätigkeiten unterstützen kannst.

4. Übe ein neues Hobby aus

Suche dir ein neues Hobby. Das kann beispielsweise das Erlernen einer neuen Sportart sein oder eine kreative Tätigkeit wie Holz schnitzen oder sogar das Erlernen eines Musikinstrumentes sein. Dafür kannst du auch einem Verein beitreten und somit neue Menschen kennenlernen.

5. Lerne neue Leute kennen

Es gibt verschiedene Apps und Plattformen, auf denen Veranstaltungen zum Kennenlernen und Austauschen angeboten werden. Dazu zählen beispielsweise Meetup und meet5.

Über Meetup kannst du dich zu verschiedenen (kostenlosen) Online- und Offline-Veranstaltungen anmelden. Dabei kannst du zwischen verschiedenen Themen wählen – von reinen Networking-Events bis zu Angeboten von Sprach- und Tanzkursen. Hier wird eine bunte Vielfalt für alle geboten. Du kannst selbst sogar Meetups veranstalten und die Menschen miteinander verbinden.

Über meet5 kannst du über verschiedene Gruppentreffen neue Leute kennenlernen. Viele Treffen sind themenbezogen oder ein einfaches lockeres zusammenkommen.


Fazit

Einsamkeit ist ein großes Problem für die Gesellschaft und die eigene Gesundheit. Es ist ein Problem, das immer weitere Kreise zieht und immer mehr Menschen betrifft. Insbesondere innerhalb der letzten Jahre ist die Anzahl der von Einsamkeit Betroffenen gestiegen. Die Möglichkeit der digitalen Vernetzung kann in einem gewissen Maß dabei helfen, sich mit anderen zu vernetzen und sich auszutauschen. Das Leben in der „Offline-Welt“ sollte dennoch nicht vernachlässigt werden, denn die hierbei entstehenden Kontakte können bei Einsamkeit am besten helfen. Versuche beim Ankämpfen gegen die Einsamkeit, auf dich und dein Inneres zu achten und einen für dich guten Umgang zu finden.

Tipp:
Da Einsamkeit ein persönliches subjektives Gefühl ist, was wir verspüren, kann dir möglicherweise der Beitrag „Mit Achtsamkeit dein Studi-Leben stressfrei meistern“ von Stefanie Rohrer helfen, deinen Körper und auch dein Inneres besser zu verstehen.

Videoempfehlungen
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Video 2: Einsam – trotz Instagram, TikTok und Co? | Hessischer Rundfunk

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Video 3: Das digitale Miteinander – wie es zusammenbringt und einsam macht | ZDFheute Nachrichten


Textquellen

AOK (2021): Einsamkeit und Alleinsein: Was ist der Unterschied?, AOK https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/achtsamkeit/der-unterschied-zwischen-einsamkeit-und-alleinsein/

Billig S. und Geist P. (2019): Wenn das soziale Netz reißt, Deutschlandfunk Kultur, https://www.deutschlandfunkkultur.de/einsamkeit-wenn-das-soziale-netz-reisst-102.html

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2023): Strategie gegen Einsamkeit, https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/engagement-und-gesellschaft/strategie-gegen-einsamkeit

Florian Cisek (2023): Außergewöhnliche Hobbys: 30 nicht alltägliche Hobbys, https://hobbys-finden.de/aussergewoehnliche-hobbys-30-nicht-alltaegliche-hobbys/

Luhmann M. (2021):  Deutscher Bundestag | Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Einsamkeit – Erkennen, evaluieren und entschlossen entgegentreten, Schriftliche Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung am 19.04.2021 https://www.bundestag.de/resource/blob/833358/0924ddceb95ab55db40277813ac84d12/19-13-135b-data.pdf

Meet5 (2023): Meet5 Startseite, https://www.meet5.de/

Meetup (2023): Meetup Startseite, https://www.meetup.com/de-DE/

NummergegenKummer (2023): NummergegenKummer Startseite, https://www.nummergegenkummer.de/

Oberberg (kein Datum): Wege aus der Einsamkeit – so können Sie das Alleinsein genießen, Oberberg Klinikum https://www.oberbergkliniken.de/artikel/wege-aus-der-einsamkeit

Rövekamp M. (2019): Einsamkeit im Digitalen: Vernetzt – und doch allein, Tagesspiegel, https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/vernetzt–und-doch-allein-6607642.html

Stadt Offenburg (2023): Rund ums Ehrenamt, https://offenburg.de/de/leben-in-offenburg/integration-2/rund-ums-ehrenamt/

Tagesschau. (2022): Was hilft, weniger einsam zu sein, Tagesschau, https://www.tagesschau.de/multimedia/podcast/ideenimport-einsamkeit-101.html

TelefonSeelsorge (2023): Telefonseelsorge Startseite, https://www.telefonseelsorge.de/

Zinser, M. (kein Datum): Macht uns die Digitalisierung einsamer?, Barmer https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/psyche/einsamkeit/macht-uns-die-digitalisierung-einsamer–1140308#Fu00FCnf_Tipps_fu00FCr_diejenigen_die_sich_einsam_fu00FChlen-1140308

Bild- & Videoquellen

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stockgiu (kein Datum): Geschäftsmann sitzt allein und scrollt in der von KI erzeugten Dunkelheit durch sein Telefon, Freepik, https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/geschaeftsmann-sitzt-allein-und-scrollt-in-der-von-ki-erzeugten-dunkelheit-durch-sein-telefon_43266847.htm#query=einsam&position=2&from_view=search&track=sph

Tracy Le Blanc (kein Datum): Social Networks, https://www.pexels.com/de-de/foto/person-mit-iphone-die-den-ordner-fur-soziale-netzwerke-anzeigt-607812/

Abbild 1: Jeswin Thomas (kein Datum): Mann sitzt und schließt die Augen auf blaugrüner Bank, Pexels, https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-sitzt-und-schliesst-die-augen-auf-blaugruner-bank-1076999/

Abbild 2: eigene Darstellung erstellt in Canva

Abbild 3: Liza Summer (kein Datum): Frau im braunen Pullover und in der blauen Jeans, Pexes https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-im-braunen-pullover-und-in-den-blauen-jeans-6382662/

Abbild 4: Karolina Grabowska (kein Datum): Mädchen sitzt am Handy, Junge am Laptop, https://www.pexels.com/de-de/foto/laptop-madchen-internet-sitzung-6256059/

Icon 1: Freepik (kein Datum): Lotus Flower free icon, Flaticon, https://www.flaticon.com/free-icon/lotus-flower_1151960

Icon 2: Hasymi (kein Datum): Passion free icon, Flaticon, https://www.flaticon.com/free-icon/passion_6679751?term=passion&page=1&position=4&origin=search&related_id=6679751

Icon 3: Freepik (kein Datum): Vest free icon, Flaticon, https://www.flaticon.com/free-icon/vest_8087229?term=volunteering&page=1&position=17&origin=search&related_id=8087229

Icon 4: GOWI (kein Datum): Hobbies free icon, Flaticon, https://www.flaticon.com/free-icon/hobbies_2853364?term=hobby&page=1&position=2&origin=search&related_id=2853364

Icon 5: kornkun (kein Datum): Teamwork free icon, Flaticon, https://www.flaticon.com/free-icon/teamwork_7570373?term=meet+people&page=1&position=64&origin=search&related_id=7570373

Video 1: Tim Gabel (2023): Die dunkle Seite von Social Media, https://www.youtube.com/watch?v=9IV9H5NXmBU

Video 2: Hessischer Rundfunk (2023): Einsam – trotz Instagram, TikTok und Co? | engel fragt | Dokus & Reportagen, https://www.youtube.com/watch?v=K9P6APWRMw0

Video 3: ZDFheute Nachrichten (2022): Das digitale Miteinander – wie es zusammenbringt und einsam macht, https://www.youtube.com/watch?v=opRi7giTQ4Q

TechTalk

Gefangen in der Filterblase – wie du diese erkennen und zum Platzen bringen kannst

Als aktive User*innen von Social-Media-Plattformen erwarten wir spannende und aufregende Inhalte. Im Idealfall wird erkannt, wo unsere Interessen liegen und es werden uns nur dazu passende Inhalte empfohlen. Sehr schnell können wir dabei jedoch in sogenannten Filterblasen landen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Phänomen und wie können wir diesem entfliehen? 

Was sind Filterblasen?

Kurz vor dem ins Bett gehen klickst du dich in YouTube rein, du willst ein paar Videos anschauen um dich vom stressigen (Studien-) Alltag zu erholen. Dir werden verschiedene Videos auf der Startseite angezeigt – spielende Katzenbabys, Kochrezepte, Musikvideos. Heute entscheidest du dich aber dazu, dich tiefergehend zum Ukraine Krieg zu informieren. Doch aus einem interessanten Video werden zwei Stunden YouTube Konsum. Besonders gut gefällt dir, dass ganz andere Sichtweisen als in den klassischen Medien beleuchtet werden. Mit dem Gefühl, gut informiert zu sein, schließt du YouTube letztendlich. Am nächsten Abend stellst du fest, dass auf deiner YouTube Startseite bereits noch tiefergehende Videos zum Ukraine Krieg als gestern gelistet sind – wie praktisch! Regelmäßig verlierst du dich in diesen, dir vorgeschlagenen Inhalten. Du verlierst andere Sichtweisen und Informationsquellen komplett aus den Augen. 

Dir kommt das oben beschriebene Szenario bekannt vor? Dann bist du vermutlich schon einmal in einer Filterblase gelandet.

Hinter jeder Filterblase stecken verschiedene Algorithmen. Diese werden von Social-Media-Plattformen eingesetzt, um zu analysieren, welche Inhalte relevant oder nicht relevant für uns sind. Sie können aber auch identifizieren, welche Werte oder politischen Einstellungen wir vertreten. Auf diesen Erkenntnissen basierend soll unser Feed personalisiert werden. Im Idealfall bekommen wir dann ausschließlich auf unseren Interessen basierende Inhalte ausgespielt. Ziel aus Plattform-Sicht ist eine lange Verweildauer der User.

Auswahlkriterien hinter den Algorithmen können zum Beispiel Inhalte sein, mit denen der Nutzer selbst interagiert hat, aber auch von Freunden gelikte Beiträge. Algorithmen arbeiten plattformabhängig und oftmals ist kaum mehr als eine oberflächliche Funktionsweise bekannt.

Hinter den Filterblasen stecken verschiedene Algorithmen

Jedoch begegnen Algorithmen uns nicht nur auf den klassischen Social-Media-Plattformen. Sie werden eingesetzt, um die Suchergebnisliste auf Google zu definieren, uns in Onlineshops Produktempfehlungen zu geben oder sogar für die Bestimmung des nächsten Dating-Vorschlags auf Dating-Apps.

So funktioniert der Algorithmus von TikTok

Die komplette Funktionsweise hinter dem TikTok Algorithmus ist nicht bekannt. Mittlerweile geben zwar einige Plattformbetreiber Einblicke in den Aufbau der eingesetzten Algorithmen, vieles bleibt jedoch geheim. In Bezug auf TikTok sind aber einige Faktoren bekannt, die den Algorithmus beeinflussen. Dazu gehören:

Interaktionsfaktoren wie:

  • Gefolgten Accounts
  • Kommentierte Videos
  • Favorisierte Videos
  • Zu Ende geschaute Videos

Videoinformationen (von bereits geschauten Videos) wie:

  • Verwendete Hashtags
  • Untertitel
  • Eingesetzte Sounds
  • Aufgegriffene Trendthemen

Geräte- und Account-Einstellungen wie:

  • Im Profil hinterlegte Interessenskategorien
  • Ausgewählte Sprache
  • Art des Endgeräts

Welche Risiken bergen Filterblasen?

Sind wir nun, so wie im oben beschriebenen Beispiel, in einer Filterblase gelandet, werden uns hauptsächlich für uns als spannend definierte Inhalte ausgespielt. Konsumieren wir dann mehr solcher Inhalte, steigt auch die Anzahl dieser in unserem Feed. Bedeutet das nun, dass unsere Feeds so perfekt auf uns abgestimmt sind, dass wir keinerlei für uns interessante Inhalte verpassen und nach wie vor ein breites Spektrum an unterschiedlichen Formaten sehen können? Nein, denn:

Ein großes Risiko besteht, wenn nur noch einseitige Inhalte im Feed angezeigt werden. Vor allem wenn es beispielsweise um kontroverse Themen oder politische Ansichten geht. Professor Michael Scharkow von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschreibt das Risiko von Filterblasen wie folgt:

Im schlimmsten Fall höre ich gar nichts anderes mehr und bekomme nichts mehr mit, was nicht meinen Meinungen oder Wünschen oder Vorstellungen über die Welt entspricht.

Univ.-Prof. Michael Scharkow, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Experten-Aussage gibt also einen groben Einblick in eine der größten Gefahren der Filterblasen. Aber welche weiteren Konsequenzen begegnen uns als Nutzer*innen, sollten wir in einer Filterblase gelandet sein? Beispiele dafür kannst du im Folgenden nachlesen:

Verlust der Informationsvielfalt

Das Internet und die zugänglichen Plattformen bieten uns eigentlich eine große Auswahl und Anzahl an unterschiedlichsten Informationen. Gerade diese Vielfalt spielt bei unserer individuellen Meinungsbildung eine entscheidende Rolle. Das Gelangen in eine Filterblase kann unsere Meinungsbildung langfristig stark beeinflussen, da wir nur noch einseitige Berichterstattungen konsumieren. Insbesondere beim Informieren über das aktuelle Weltgeschehen sollten verschiedene Informationsquellen herangezogen werden.

Mentale Folgen

Je nach Filterblase werden wir dauerhaft mit tragischen oder traurigen Nachrichten konfrontiert. Ein aktuelles Beispiel sind Videos zur Selbstdiagnose psychischer Krankheiten auf TikTok und Instagram. Das dauerhafte Konsumieren solcher Inhalte kann langfristig schwerwiegende Folgen für unsere mentale Gesundheit mit sich bringen und uns in eine Negativ-Spirale ziehen. Ein bekanntes Phänomen hierbei ist das sogenannte „Doomscrolling“, bei dem scheinbar endlos schlechte Nachrichten konsumiert werden.

Verzerrtes Weltbild

Gelangen User*innen in einer aus Falschmeldungen bestehenden Filterblase, kann dies schlimmstenfalls in einem verzerrten Weltbild resultieren. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die Verschwörungstheorie der flachen Erde, von der viele Menschen bis heute überzeugt sind, obwohl es eindeutige Beweise gegen diese Weltanschauung gibt. Neben solchen Verschwörungstheorien spielen auch Fake News eine große Rolle, sobald es um Desinformation im Web geht. Weitere Informationen dazu findest du im Beitrag von Til Finkbeiner über Fake News in den sozialen Medien.

Übrigens: Viele der namenhaften Social-Media-Plattformen fördern (indirekt) das Entstehen von Filterblasen. So ist eines der Ziele der Videoplattform YouTube eine möglichst hohe Verweildauer auf der Plattform. Dementsprechend werden uns oftmals Videos empfohlen, die inhaltlich noch extremer sind als jene, die bereits von uns geschaut worden sind.

Gefahr: Filterblasen und Verschwörungen

Wie bereits erläutert, kann das dauerhafte Konsumieren einer einseitigen Sichtweise zum Realitätsverlust führen. Insbesondere in Bezug auf Verschwörungstheorien und Fake News kann das weitreichende Folgen mit sich bringen, die nicht nur einzelne User*innen betreffen. So wurden in vergangenen Wahlkämpfen gezielt Fake News über die sozialen Medien verbreitet. Ziel war es, das Wahlergebnis zu manipulieren. Landen User*innen in einer solchen Filterblase, kann das schwerwiegende Folgen für die Politik und die Gesellschaft mit sich bringen. Tiefergehende Informationen dazu können im Beitrag von Samuel Kärcher über Wahlmanipulation durch Social Media nachgelesen werden. 

Aus Fake News bestehende Filterblasen sind besonders problematisch
Video-Tipp: So macht dich deine Filterblase anfällig für Verschwörungen

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So kannst du das Entstehen von Filterblasen vermeiden

Mittlerweile hast du einiges über die Schattenseiten und Risiken der Filterblasen erfahren. Doch was kannst Du nun konkret berücksichtigen, um die Entstehung dieser in deinem Social Media Feed zu unterbinden?

Den Inkognito Modus deines Browsers verwenden

Surfst du mit aktiviertem Inkognito Modus durchs Web, werden deine Aktivitäten während dieser Session nicht gespeichert. So kann kein Profil von dir erstellt werden, das auf deinem individuellen Suchverlauf basiert. Du kannst somit das Entstehen einer Filterblase aufgrund in der Vergangenheit konsumierter Inhalte vermeiden.

Plugins zur Abwehr

Wenn du nicht im Inkognito Modus surfen willst, dich aber dennoch vor dem Entstehen von Filterblasen schützen möchtest, kannst du verschiedene Browser PlugIns wie zum Beispiel „Ghostery“ nutzen. Mit dem Aktivieren dieses PlugIns wird deine Identität anonymisiert und keine deiner persönlichen Daten getrackt. Zudem kannst du Werbeanzeigen blockieren und Cookie-Popups automatisch ablehnen. Solche PlugIns lassen sich kostenlos in deinem Browser installieren.

Verschiedene Informationsquellen heranziehen

Was sich gegen das Hereinfallen auf Fake News bewährt hat, greift auch beim Umgehen von Filterblasen: das Heranziehen verschiedenster Informationsquellen zum Erschaffen eines fundierten Meinungsbildes. Vertraue nicht nur den Aussagen einer einzelnen Person auf TikTok, sondern informiere dich über unterschiedliche Quellen zu einem Thema. Ziehe auch klassische Medien wie Zeitungen oder Nachrichtensender heran, um mehr Informationen zu einem Thema zu erhalten.

Fazit

Algorithmen sammeln mehr Informationen über uns und unser Nutzerverhalten, als uns vielleicht bewusst ist. Die darauf basierenden Empfehlungen können einen Mehrwert für uns bieten und dazu beitragen, dass wir unseren Horizont erweitern. Eine dabei bestehende Gefahr ist allerdings das Entstehen von Filterblasen. Das Landen in solchen Blasen kann zu einer eingeschränkten und unvollständigen Sichtweise der Nutzer*innen führen. Im schlimmsten Fall kann dies neben psychischen Folgen für einzelne Nutzer*innen auch schwerwiegende Auswirkungen auf die Politik und die Gesellschaft mit sich bringen.

Doch nun kennst du neben der Funktionsweise der Algorithmen hinter den Filterblasen auch hilfreiche Tipps, um dem Entstehen dieser entgegenzuwirken. Nutze neben PlugIns und dem Inkognito Modus auch die Vielfalt an Informationen und Informationsquellen, die uns heute zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen gefällig? Folgende Videos geben Dir spannende Einblicke rund um Filterblasen

Ted-Talk zu Filterblasen von Eli Pariser, dem Entwickler des Begriffs „Filterblasen“:

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Selbstversuch des YouTube Kanals „reporter“ zu Filterblasen:

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Studentenleben

Meme it and promote it: Warum Unternehmen Memes in Social Media nutzen sollten

POV du arbeitest in einer Marketingabteilung und sollst den Social Media Content interessanter gestalten. Schon einmal an Memes gedacht? Memes sind eine großartige Möglichkeit, Themen, aktuelle Trends und Nachrichten auf spielerische und unterhaltsame Weise aufzugreifen und so für Unterhaltung zu sorgen. Aber warum sollten Unternehmen Memes in ihre Social-Media-Strategie integrieren? Und was muss dabei beachtet werden?

Was ist überhaupt ein Meme?

Social Media ohne Memes ist nicht mehr wegzudenken. Viele kennen sie, aber wissen alle was darunter zu verstehen ist? Es gibt zahlreiche Definitionen von Memes. Kurz gesagt: Meist ist ein Meme ein Bild mit Text, was eine bestimmte Situation oder eine Thematik auf witzige Art transportiert. Memes können aber auch als beispielsweise Videos mit Text oder GIFs auftreten. Wichtig dabei ist, dass Memes einfach adaptierbar für die User*innen sind und dadurch einfach vervielfältigt werden können. Sie sind inzwischen fester Bestandteil in der Internetkultur.

Wusstest du schon?

Der Begriff „Meme“ ist abgeleitet von dem griechischen Begriff „mimema“ und bedeutet „nachgeahmt“. Die Geschichte dieses Wortes reicht weit zurück. Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins führte den Ausdruck 1976 in seinem Buch „The Selfish Gene“ ein. Dort stellen Memes eine kulturelle Parallele zu biologischen Genen dar, die nach ihm ihre eigene Fortpflanzung kontrollieren und somit sich selbst dienen. Damit sind Memes Informationsträger, die beispielsweise von Mensch zu Mensch vervielfältigt und weitergegeben werden. Auch relevant ist, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich durch zufällige Mutationen und natürliche Selektion weiterzuentwickeln.

Top 3 Gründe warum dein Unternehmen Memes nutzen sollte

Ein Teil des Content Marketings kann das Meme Marketing darstellen. Dabei werden für die Zielgruppe relevante Corporate Memes erstellt. Doch warum sollten Unternehmen überlegen, Memes in ihrer Social-Media-Strategie zu verankern?

Memes als Form des Entertainments & Identifikationsmotor

Der Einsatz von Memes kann deinem Social-Media-Auftritt neuen Schwung verleihen. Anstatt nur „langweilige“ Informationen über dein Unternehmen zu teilen und Standard-Posts zu erstellen, punkte mit humorvollen Memes – falle auf und hebe dich von der Masse ab. Mit dem richtigen Content kannst du den ein oder anderen Lacher auslösen und somit die Marke deines Unternehmens nahbarer für die Zielgruppe machen. Memes sind somit ein Mittel zur Bindung der Zielgruppe an die Marke mit Hilfe von Humor und Emotionen.

Die nachrückende, jüngere Zielgruppe

Laut einer Studie von Bitkom aus dem Jahr 2019 finden Memes gerade bei den jüngeren Nutzer*innen Anklang. Über 43 % der 16-19 Jährigen teilen Bilder und Videos mit Meme Content regelmäßig. Eine weitere Studie im Jahr 2019 zeigt, dass 55 % der 13-35 Jährigen Memes jede Woche versenden – 30 % sogar jeden Tag. Als Unternehmen ist es somit wichtig, sich mit dem Nutzerverhalten seiner Zielgruppe zu beschäftigen. Die jüngere Zielgruppe rückt nach und somit auch neue Verhaltensweisen.

Überall verwendbar & mehr Engagement

Egal ob Instagram, TikTok, LinkedIn oder weitere Social-Media-Kanäle – Memes finden auf jeder Plattform eine Verwendung. Ein wichtiger Faktor ist natürlich, dass die Inhalte von Memes und die Altersgruppe zu deiner Zielgruppe auf den entsprechenden Kanälen passen. Ist der Fit zur Zielgruppe gegeben, bieten Memes gerade durch die hohe Verwendung unter der jüngeren Zielgruppe mehr Aufmerksamkeit und dadurch ein potenziell höheres Engagement. Wenn du die Botschaft deines Memes auf den richtigen Kanälen geschickt platzierst, besteht sogar die Chance, dass dein Meme viral geht.

Wie kann ich ein Meme erstellen?

Es gibt verschiedene Apps beziehungsweise Anwendungen, die sich für die Meme-Erstellung eignen. Hier findest du eine Übersicht über Apps für iOS und Android:

Natürlich kannst du auch andere Anwendungen, wie PowerPoint, Canva oder AdobeXD auf deinem Laptop verwenden.

Die aufgezählten Apps punkten im Thema Memes-Vorlagen und Inspirationen.

Doch was muss ich bei Memes beachten?

Der Einsatz von Memes in Social Media durch Unternehmen gehört sogar zu den Top 10 der diesjährigen Social Media Trends 2023 von OMR. Doch auch wenn Memes zunächst nach Spaß klingen, können Unternehmen mit diesem Content-Format viel falsch machen. Hier einige Punkte, die es zu beachten gilt:

Zielgruppengerechter Content

Ein Meme funktioniert nur so gut, wie sich die Zielgruppe darin wiederfindet. Deshalb solltest du dich umfassend mit den Vorlieben deiner Zielgruppe beschäftigen, bevor du an die Erstellung der Memes gehst. Informiere dich zusätzlich über Trends und aktuelle Themen, die du für deine Kommunikation nutzen kannst. Spiele auch gerne mit Emotionen. Gerade Posts, die mit positiven Emotionen verbunden sind, werden eher geteilt. Achte dabei aber besonders darauf, dass ein Meme nicht zuvor schon für etwas Negatives genutzt wurde. Somit ist eine ausgiebige Recherche Pflicht!

Klare Botschaften und die Wahl des passenden Kanals

Ein Meme, welches kompliziert ist und die Botschaft nicht sofort klar vermittelt, wird keinen Erfolg haben. Am besten wäre es natürlich, wenn die Memes für die Nutzer*innen einfach adaptierbar sind und unkompliziert bearbeitet werden können. Da aber oft auch komplexe Inhalte in einem kurzen Messaging verpackt werden, entsteht teilweise Raum für Missverständnisse. Teste deswegen Memes zunächst einmal intern. Außerdem ist die passende Wahl des Kanals bezüglich deiner Zielgruppe wichtig. Es gibt Plattformen, auf denen in einer anderen Tonalität kommuniziert wird. Wäge also ab, auf welchem Kanal, welche Memes platziert werden oder die Kanäle eine Cross-Media-Strategie zulassen.

Rechtliches beachten

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie die Meme-Nutzung sich rechtlich verhält. Allgemein kommen hierbei die Verletzung des Urheberrechts, des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, des Wettbewerbsrechts und gegebenenfalls des Markenrechts in Frage. Bezogen auf das Urheberrecht ist zu sagen, dass allgemein die Nutzungsrechte von Bild- oder Videomaterial natürlich gekauft werden müssen. Doch die Nachverfolgung des Ursprungs eines Memes ist oft sehr schwer. Es handelt sich sehr oft um eine Grauzone. Am besten ist es natürlich, wenn du eigene Memes erstellst. Damit stellst du nicht nur den Bezug zu deiner Marke her, sondern musst nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Wenn du mehr über die rechtlichen Grundlagen in Bezug auf Memes erfahren möchtest, besuche den Beitrag von Dr. Noëlly Jaspers von Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare.

Beispiele für gelungene Memes in der Praxis

SIXT

Das Autovermietungs-Unternehmen ist dafür bekannt, aktuelle Themen immer wieder aufzugreifen und für ihre Kommunikation zu nutzen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass SIXT sehr schnell reagiert und die Postings sofort veröffentlicht, da sonst die Gefahr besteht, dass die Botschaft nicht mehr ankommt. Es gibt sogar eine eigene Seite von SIXT, auf der die humorvoll gestalteten Werbemaßnahmen aufgelistet sind.

Hier findest du einige Beispiele von Instagram:

Netflix

Netflix begeistert dadurch, dass sie zum einem Memes aus angebotenen Serien erstellen und gleichzeitig den Ton der Zielgruppe treffen. Sie erstellen also ein Meme und weisen direkt darauf hin, dass die Serie oder der Film auf der Plattform angeschaut werden kann. Auch sie greifen aktuelle Themen auf.

Instagram Beispiele findest du hier:

Hinter den Kulissen – HR Services bei der Haufe Group

Die Haufe Group ist ein Anbieter für integrierten Unternehmens- und Arbeitsplatzlösungen mit dem Hauptsitz in Freiburg. Der Bereich HR Services bietet Unternehmen aller Größen und Branchen innovative Software-Lösungen und verlässliche HR Expertise.

Benjamin Rheinheimer ist seit dem 01. Juli 2022 Senior Social Media Manager bei der Haufe Group und betreut seitdem unter anderem den HR Services Kanal auf LinkedIn und Instagram. Auch Haufe bedient sich beispielsweise dem Medium Memes in der Kommunikation auf Social Media (bei HR Services).

Ein kurzes Interview mit Benjamin Rheinheimer erklärt, wie Memes in der Social-Media-Strategie von HR Services eingesetzt werden und gibt Einblicke in die Arbeit mit Memes.

Benjamin Rheinheimer, Senior Social Media Manager @ Haufe Group

Wann und warum habt ihr euch dazu entschieden, Memes in Social Media für den HR Services Kanal der Haufe Group einzuführen?

Auf dem Kanal wurde in der Vergangenheit bereits immer wieder mit Memes gearbeitet. Sie zu erstellen kostet aber bisweilen viel Zeit und wenn wir gerade keine Themen haben, die wir in diesem Format präsentieren können oder wollen, dann verzichten wir darauf Memes als Format zu forcieren. Vor einigen Wochen haben wir dann wieder angefangen, mit Memes zu arbeiten. Sie ermöglichen es uns, auch komplexere Themen sehr einfach herunterzubrechen oder die gängigen Erlebnisse aus dem Arbeitsalltag mit denen sich beinahe jeder im Unternehmensumfeld schon beschäftigen musste, mit einem Augenzwinkern zu kommunizieren.

HR Services Jahreswechsel Posting
Quelle: Screenshot LinkedIn HR Services

Warum eignen sich gerade Memes für die Zielgruppe der Personaler?

Memes lassen sich beinahe für jede Zielgruppe erstellen. In fast jedem Beruf gibt es Situationen, die immer wieder kehren, denen man sicher schon begegnet ist und die man am besten mit einem Lächeln aufnimmt. Personaler haben unter anderem viel mit Menschen und bürokratischen Aufgaben zu tun. Beides ist ein Indikator für jede Menge Situationen, die sich wundervoll mit „NotLikeThis.jpg“ beschreiben lassen. Da finden sich immer wieder gute Memes. Personaler sind (zwangsläufig) oft leidensfähig und behalten dennoch ihren Humor, da passen Memes doch super.

Wie war die Resonanz der ersten Memes?

Insgesamt gut. Bei Memes kommt es darauf an, den passenden Inhalt zur richtigen Zeit im richtigen Kontext greifbar zu machen. Das ist eine größere Herausforderung als es auf den ersten Blick scheint und nicht jedes Meme wird daher ein Erfolg. Insgesamt scheinen wir aber damit ganz gut zu treffen.

Was gilt es deiner Meinung nach bei der Erstellung von Memes im Unternehmenskontext zu beachten?

Im Unternehmenskontext sind Memes ein gern diskutiertes Format. Besonders häufig steht hier die Sorge im Raum, das professionelle Image würde darunter leiden. Das sehe ich anders. Memes eignen sich hervorragend für die Kommunikation auf Augenhöhe und genau das möchten wir auf unseren Kanälen. Wir sprechen in unseren Memes an, was uns, unserer HR oder allgemein HR’lern wieder und wieder im Alltag begegnet. Dass wir professionelle Fachinhalte können, weiß jeder und niemand möchte von uns hören, wie toll wir darin sind. Also ist genug Raum für gelegentlich etwas Humor.

„Ein gutes Meme, egal ob von einem Unternehmen oder nicht, kommuniziert eine Botschaft auf eine einfache Weise mit einer Prise Humor, regt an darüber nachzudenken und bleibt im Kopf. Bestenfalls ist es von der Zielgruppe adaptierbar und entwickelt sich von allein weiter.“
– Im Interview mit Benjamin Rheinheimer, Senior Social Media Manager @ Haufe Group

Bist du der Meinung, dass es für Unternehmen aus dem B2C-Bereich einfacher ist, Memes zu erstellen, als für Unternehmen aus dem B2B-Bereich?

Ich denke, das ist pauschal schwer zu beantworten und hängt mehr vom Produkt als vom adressierten Markt ab. Die Interaktionsraten sind aber im B2C in der Regel etwas höher. Im B2C Umfeld sind User häufig weniger „vorsichtig“ mit dem, was sie teilen oder liken. Die besten Memes funktionieren aber im B2B Umfeld genauso gut. Wenn man den Nagel auf den Kopf trifft, dann ist es egal welcher Markt angesprochen wird. Ein wirklich gutes Meme ist ein wirklich gutes Meme, change my mind!

Bist du der Meinung, dass Unternehmen grundsätzlich Memes in dem operativen Social-Media-Bereich einsetzen sollten? Wenn ja, warum?

Nein, hier muss individuell entschieden werden, ob Memes gerade in die Kommunikation passen, ob sie geeignet sind, die Inhalte die ich kommunizieren möchte wiederzugeben und ob ich tief genug in meiner Zielgruppe verankert bin, um wirklich zu verstehen, was sie im Alltag bewegt. Außerdem müssen sie zur Zielgruppe passen. Memes sprechen eher eine jüngere Zielgruppe an.

Hast du irgendwelche Tipps bezüglich der Memes-Erstellung?

Viele, aber am wichtigsten ist meiner Meinung nach: wer mit Memes arbeiten möchte, sollte sich damit ausgiebig beschäftigt haben und wissen, welche Memes in welchem Kontext genutzt werden. Außerdem sollte man sich bei eigens erstellten Memes bewusst sein, dass man nicht in der Hand hat, wie es sich weiterentwickelt.

Thehrclub Jahreswechsel Posting
Quelle: Screenshot Instagram thehrclub

Die Beispiele auf LinkedIn und Instagram sind von dem Format #MemeMonday. Die Bilder der Memes sind von Haufe selbst erstellt und die Kampagnen-Gesichter treten immer wieder auf.

Hier geht es zu den Social-Media-Kanälen von HR Services.

Fazit

Ob ein Unternehmen nun Memes in der Social-Media-Strategie einsetzt oder nicht, ist von vielen Faktoren abhängig. Passt es zu unserer Zielgruppe? Haben wir Kapazitäten hierfür? Wirken wir dann noch professionell? – das sind Fragen, die häufig aufkommen. Doch eines steht fest: Memes helfen dabei, Botschaften humorvoll zu verpacken und einfach zu kommunizieren. Sie gar nicht in Betracht zu ziehen kann dazu führen, dass Potenziale im Bereich Social Media Engagement verloren gehen.

Also lege los und mache dich auf die Suche nach guten Memes!

Hund am Graben

Tipp:

Im Rahmen der Vorlesung Social Media Marketing gab es die letzten zwei Male die Möglichkeit einen Meme Workshop auf freiwilliger Basis zu besuchen. Dadurch wurde noch einmal ein tieferer Einblick in die Meme-Welt von Unternehmens- und Politik-Seite gegeben. Dabei sind auch witzige Memes im Bezug auf unseren Masterstudiengang Dialogmarketing und E-Commerce entstanden. Den ein oder anderen Lacher gab es inklusive. Vielleicht bietet sich auch dir die Möglichkeit am Workshop teilzunehmen!

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Studium

Online-Umfragen – 5 Tipps für eine größere Reichweite

Du musst für deine Abschlussarbeit oder ein Projekt eine Umfrage durchführen, doch du hast keine Ahnung wo du Personen findest, die bereit sind daran teilzunehmen? Dann erfährst du in diesem Beitrag einige Tipps, mit denen du ganz leicht viele und vor allem die richtigen Personen erreichst!

Jeder Studierende wird im Laufe seines Studiums mal mit Umfragen konfrontiert. Sei es eine Projektarbeit oder die Abschlussarbeit, für die man eine gewisse Anzahl von Personen zu einem bestimmten Thema befragen muss. Doch wie erstellt man solche Umfragen und viel wichtiger: Wie findet man in kurzer Zeit viele Personen, die an der Umfrage teilnehmen? Durch meine bisherigen Erfahrungen im Umgang mit Umfragen habe ich einige Tipps gelernt, die dir sicherlich auch weiterhelfen werden.

Umfragen leicht gemacht

Während man früher noch Leute auf der Straße befragen musste oder gar schriftliche Fragebögen verteilt hat, ist es heute um einiges leichter. Da wir heutzutage alle über das Internet vernetzt sind, gibt es sehr viele einfache Wege, deinen Fragebogen möglichst schnell für viele Personen zugänglich zu machen.

Genau hierfür sind Online-Umfragen ideal! Es gibt unzählige Webseiten, welche dir die Erstellung von Online-Umfragen anbieten. Eine Liste mit einigen Anbietern und einem Tutorial, wie man Umfragen erstellt, findest du im Beitrag „How To – Erstellen einer OnlineUmfrage“.

Vorteil von Online-Umfragen

Der große Vorteil von Online-Umfragen liegt in der Leichtigkeit. Nicht nur, dass du die Umfrage schnell an viele Personen senden kannst. Auch die Antworten werden dir automatisch ausgewertet!

Meine positiven Erfahrungen habe ich mit dem Anbieter Lamapoll gemacht. Studierende können hier 3 Monate lang kostenlos das Premium-Angebot nutzen und die Antworten der ersten 500 Teilnehmer werden graphisch dargestellt.

Abbildung 1: Beispiel automatische Auswertung

Teilnehmende finden!

Das Wichtigste an einer Umfrage sind die richtigen Teilnehmenden und eine hohe Anzahl von beantworteten Fragebögen. Denn was bringt dir ein guter Fragebogen, wenn keiner teilnimmt?

Die Zielgruppe deiner Umfrage solltest du im Vorfeld definieren. Möglicherweise betrifft dein Thema jeden, weshalb es ganz egal ist, wer an deiner Umfrage teilnimmt. Doch sehr viele Umfragen beziehen sich auch auf spezielle Themen. Benötigst du beispielsweise Teilnehmende für eine Fußballumfrage, solltest du auch hauptsächlich Personen befragen, die etwas mit deinen Fragen anfangen können.

Eigenes Umfeld

Je nach Zielgruppe hast du möglicherweise in deinem eigenen Freundes- und Familienkreis Personen, die gerne an deiner Umfrage teilnehmen möchten. Nutze auch Gruppen! Bist du beispielsweise in einer Fußballgruppe und machst zufälligerweise eine Umfrage über das Thema Sport, dann sei dir nicht zu schade deine Umfrage in der WhatsApp Gruppe zu posten. Mit einer netten Bitte um Teilnahme machen garantiert einige Leute mit und womöglich leiten diese es auch an ihre Bekannten weiter, wodurch du direkt ein paar Teilnehmende gewinnst.

Kein Medium ist für Online-Umfragen besser geeignet als die sozialen Medien. Hier kannst du deine Umfrage durch wenig Aufwand für sehr viele Leute sichtbar machen. Poste hierfür deine Umfrage mit ein paar netten Worten und dem zugehörigen Link in einer Story, einem Beitrag oder auch in Gruppen.

Gerade in Facebook gibt es sehr viele Gruppen, die meist öffentlich sind und in denen du deine Umfrage teilen kannst. Das Großartige hieran ist, dass du für dein Thema passende Gruppen suchen kannst und hierdurch direkt die richtige Zielgruppe findest!

Soziale Medien

Tipp!

Auf Plattformen wie Facebook und LinkedIn gibt es sehr viele Gruppen, wie beispielsweise „Umfragen & Umfragenteilnehmer finden“ oder „Umfragen für Studienarbeiten“, die ausschließlich für Umfragen erstellt wurden und in denen du deine Umfrage problemlos posten kannst.

Unternehmen wie SurveyCircle haben sich sogar auf dieses Thema spezialisiert und vereinen Studienleiter auf einer eigenen Plattform. Das Prinzip beruht hier auf gegenseitiger Unterstützung. Je mehr du andere bei ihren Studien unterstützt, desto höher steigt deine eigene Studie im Ranking und desto mehr Personen nehmen auch an deiner Umfrage teil.

a

Verteiler

Eine Möglichkeit, sehr viele Studierende auf einmal zu kontaktieren, ist der Hochschulverteiler. Gerade für Abschluss- und Projektarbeiten werden Umfragen sehr oft von Sekretariaten oder der AStA über Studienverteiler weitergeleitet. Eine kurze Mail mit der höflichen Bitte um Weiterleitung reicht meistens aus.

Für größere Umfragen, wie zum Beispiel einer Studie für deine Abschlussarbeit, kannst du es zudem auch bei anderen Hochschulen versuchen. Gerade wenn du Freunde hast, die an anderen Standorten studieren, ist es durchaus möglich, dass das zuständige AStA Büro deiner Bitte um Weiterleitung nachkommt.

Wer im Internet bereits alles versucht hat und dennoch mehr Teilnehmende benötigt, kann sein Glück natürlich auch in der Offline-Welt versuchen. Hier sollte man jedoch nicht einfach Fragebögen verteilen und Personen befragen. Die meisten Anbieter für Online-Umfragen bieten dir einen QR-Code an, den du ausdrucken kannst. Durch diesen werden Personen direkt auf deine Online-Umfrage weitergeleitet und können teilnehmen.

Erstelle hierfür einen schönen Flyer, den du irgendwo auslegen oder aufhängen darfst. Benötigst du für deine Umfrage sportliche Personen, kannst du beispielsweise in deinem Fitnessstudio nachfragen, ob du diese dort auslegen darfst.

Offline-Welt

Design der Umfrage

Ein etwas anderer Tipp, welcher häufig unterschätzt wird, ist das Thema Umfragendesign. Durch das Design deiner Studie gewinnst du zwar nicht direkt mehr Probanden, doch für die Qualität der Antworten ist es ein sehr wichtiger Faktor, denn Teilnehmende sind nicht gleich Teilnehmende! Es ist wichtig, dass die teilnehmenden Personen alle Fragen bis zum Schluss beantworten und nicht direkt bei der zweiten Frage abbrechen.

Um dies zu gewährleisten, solltest du darauf achten, dass deine Fragen leicht verständlich sind und die Umfrage nicht zu lang ist. Durch einen passenden Hintergrund kannst du die Umfrage zudem etwas schöner gestalten.

Fazit

Wer heutzutage eine Umfrage durchführen muss, kann sich durch Online-Umfragen sehr viel Zeit und Aufwand ersparen. Es gibt viele kostenlose Angebote und die Auswertung der Ergebnisse wird hierbei meist automatisch ausgegeben, wodurch die Ergebnisse nur noch interpretiert werden müssen. Für eine gute Auswertungsbasis ist jedoch die Qualität der Antworten sowie eine hohe Zahl von beantworteten Fragebögen entscheidend.

Wenn du trotz der Tipps nicht genügend Personen findest, die an deiner Umfrage teilnehmen, dann sei dir nicht zu Schade deine Freunde und Familie um Hilfe zu bitten. Möglicherweise haben diese noch ein potenzielles Netzwerk, das mit einer höflichen Bitte ebenfalls an deiner Umfrage teilnimmt.

Ich hoffe diese Tipps werden dir die Suche nach Teilnehmenden erleichtern und viel Erfolg bei deiner Studie!

TechTalk

Möbel direkt ins Wohnzimmer beamen – Wie geht das?

Du bist auf der Suche nach einem neuen Sofa und fragst dich, welches am besten in dein Wohnzimmer passt? Mit Augmented Reality kannst du Möbel direkt in dein Zuhause beamen und herausfinden, welches Sofa perfekt zu dir passt. Wie das mit Augmented Reality geht, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Augmented Reality?

Der Begriff Augmented Reality (AR) bedeutet übersetzt „erweiterte Realität“. Hierbei wird die reale Welt durch virtuelle Elemente erweitert. Innerhalb einer AR-Anwendung können Personen, anders als bei Virtual Reality (VR), die reale Welt noch wahrnehmen. Während sich die Person innerhalb einer VR-Anwendung ausschließlich in einer virtuellen Realität befindet.

AR in der Möbelbranche

AR ist heutzutage bei einigen E-Commerce-Anbietern zu finden. Vor allem visuell orientierte Segmente profitieren von AR. Daher ist dieser Trend auch schon in der Möbelbranche angekommen. Unternehmen wie beispielsweise IKEA, mömax, Otto oder home24, haben bereits eine AR-Funktion entwickelt. Dadurch bieten sie ihren Nutzern die Möglichkeit, die verschiedensten Produkte in ihre Wohnung zu beamen und somit die perfekte Einrichtung zu finden. Das hilft nicht nur den Kunden*innen, sich für ein Möbelstück zu entscheiden, sondern trägt auch dazu bei, dass Einrichtungsgegenstände überhaupt online bestellt werden. Denn vielen Kunden*innen fällt es schwer sich vorzustellen, wie das Möbelstück nachher in ihrem Zuhause aussieht. Zudem sind Möbelstücke hochpreisig, die Angst einen Fehlkauf zumachen ist hoch. AR kann dieser Unsicherheit entgegenwirken und den Kunden*innen eine Vorstellung von Größe und Design vermitteln.

Mögliche Vorteile von AR in der Möbelbranche

Für das Unternehmen:

  • Reduziert die Retourenquote
  • Erweitert die Ausstellungsfläche
  • Stärkt die Kundenbindung
  • Steigert den Umsatz

Für die Kunden*innen:

  • Unterstützt bei der Kaufentscheidung
  • Bietet mehr Spaß beim Online-Shoppen
  • Steigert das Vorstellungsvermögen
  • Erweitert die Produktauswahl

Wie funktioniert das?

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie so eine AR-Anwendung funktioniert. Die Funktionsweise kann man grob in fünf Schritte unterteilen, diese werden im Folgenden anhand von Beispielbildern aus der home24 App erläutert:

Aufnahme der Realität

Stell dir vor, du betrittst zum ersten Mal einen Raum. Was machst du als Erstes? – Du schaust dich um. Ähnlich ist auch der erste Schritt innerhalb einer AR-Anwendung. Der Raum wird mittels einer kalibrierten Kamera aufgenommen. Diese muss im Gerät enthalten sein. Das kann, wie in unserem Fall, ein Smartphone oder Tablet sein. In manchen Fällen kommen auch AR-Brillen zum Einsatz.

Tracking

Im nächsten Schritt versucht sich die AR-Anwendung zu orientieren. Um virtuelle Objekte in die Realität einbinden zu können, ist es für das System wichtig, deinen Blickpunkt im Raum zu erfassen. Um genau zu wissen, an welchem Punkt du dich im Raum befindest, wird dein Standort getrackt. Die AR-Anwendung benötigt dazu Referenzwerte aus der Realität. Das heißt, es werden bekannte Muster genutzt, welche das Schätzen von Lage und Position ermöglichen. Wie diese aussehen, hängt von dem genutzten Trackingverfahren ab. In unserem Beispiel werden visuelle Trackingverfahren angewendet. Hierbei werden optische und wichtige Punkte innerhalb der Umgebung identifiziert und als Referenzwert verwendet. Dabei wird die Lage und Ausrichtung der Kamera berücksichtigt. So ist das Schätzen von Position und Lage möglich.

Registrierung

Nachdem das System nun weiß, wo du dich im Raum befindest folgt die Registrierung. Diese ist essenziell, um später die Realität um das virtuelle Objekt zu erweitern. Hierzu werden die gewonnenen Trackingdaten verwendet. Sie bilden das Koordinatensystem der Realität ab. Dieses wird mit dem Koordinatensystem des virtuellen Elements in Beziehung gesetzt und harmonisiert. Das alles geschieht durch die geometrische Registrierung. Erkennt das System ein bekanntes Muster, kann das Element in die reale Welt fest verankert werden. Durch die feste Verankerung wird das Möbelstück immer an seinem festen Platz stehen, egal aus welchem Blickwinkel du den Raum betrachtest.

Darstellung und Ausgabe

Jetzt kann das gewählte Möbelstück platziert werden. Das virtuelle Objekt erscheint perspektivisch passend zu deiner Sicht, auf deinem Ausgabegerät. In diesem Schritt wird die Realität um das virtuelle Objekt erweitert. Jetzt kannst du entscheiden, ob und welcher Gegenstand in dein Zuhause passt. Zudem kannst du mit der AR-Anwendung interagieren und das Möbelstück über den Touchscreen hin und her bewegen.

Egal aus welcher Perspektive du den Raum betrachtest, durch die Verankerung bleibt der Stuhl immer an der gleichen Stelle.

Die Zukunft

AR ist in vielen Bereichen bereits angekommen, die Zahl der aktiven Nutzer*innen mobiler AR Dienste steigt von Jahr zu Jahr. Auch durch die immer besser werdenden Ein- und Ausgabegeräte, kann AR von immer mehr Personen genutzt und in den Alltag integriert werden. Daher wird diese Technologie auch in Zukunft ein großes Thema bleiben und die Menschen faszinieren.

Für viele bedeutet AR die Zukunft. Wer weiß, vielleicht sieht unser Alltag ja bald wie im folgenden Video aus:

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Fazit

Die richtigen Möbel für das Zuhause zu finden, ist nicht immer einfach. AR unterstützt dich dabei, die besten Möbelstücke zu entdecken. AR bringt nicht nur den Kunden*innen mehr Freude beim Shoppen, sondern hat auch viele Vorteile für Shop-Betreiber*innen. Natürlich besteht durch die AR-Anwendung nicht die Möglichkeit, dass Sofa einmal Probe zu sitzen oder anzufassen. Daher wird AR den Gang ins Möbelhaus nicht ersetzten können. Zudem ist aufgrund der anspruchsvollen Technologie die Nutzung von AR noch nicht auf allen Geräten möglich. Jedoch steckt in der Technologie großes Potenzial für die unterschiedlichsten Bereiche und eventuell ist AR bald nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken.

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