Studium

Irgendwas mit Medien – Laien erklären was wir studieren

Für mich gibt es wenig nervigere Dinge als Smalltalk. Bei Familienfeiern oder wenn ich als Begleitung meiner Freundin unterwegs bin, weiß ich schon im Vorhinein, dass ich mindestens drei Mal erklären muss, was ich eigentlich studiere. Auf der einen Seite habe ich gar keine Lust, schon wieder über mein Studium zu reden, auf der anderen Seite will ich meiner Gesprächspartnerin nicht einfach nur das klassische „irgendwas mit Medien“ entgegnen, um das Thema schnell abzuhaken. Deshalb habe ich mir vorgenommen, eine einfache kleine Anleitung zu schreiben, anhand derer man wirklich jedem Menschen erklären kann, was wir hier studieren.

Antworten die ich bisher regelmäßig von Kommilitonen gehört habe:

Ich lerne von Allem ein bisschen und Nichts richtig

Irgendwas mit Medien

Eine Spielanleitung, um unser Studium zu erklären

Wie gehen wir jetzt also vor, um nicht als zukünftige Arbeitslose abgestempelt zu werden, nachdem wir unser Studium möglichst effektiv heruntergespielt haben, um nicht so viel erklären zu müssen ?
Da ich neben dem Studium als Brettspielredakteur arbeite und dadurch beruflich Spielregeln schreibe, dachte ich mir, es wäre praktisch, eine strukturierte Anleitung zu haben was in eine Erklärung unseres Studiums hineingehört.

Wir sollten aufzeigen können, warum Medien eine immer wichtigere Rolle im Alltag spielen und was sich hinter Abkürzungen wie MI, MUK, MGP etc. versteckt. Außerdem müssen wir natürlich auch noch darauf eingehen, was wir konkret lernen, vielleicht sogar ein paar Beispielprojekte nennen und gerade im Setting einer Familienfeier, der Oma erklären können, welche Berufsperspektiven wir damit haben. Das Wissen dazu ist vermutlich bei uns allen im Kopf, aber das auch komprimiert und verständlich jemand anderem zu erzählen, ist dann doch nicht immer ganz so leicht.

Am Anfang jeder Einleitung gibt es eine Einführung ins Thema – Warum spielen wir überhaupt ?

Warum ein Medienstudium heute relevant ist

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die sich mit Medien auskennen ist in den letzten Jahren immer mehr in die Höhe geschossen. Auf meiner TikTok forYou Page landen immer öfter Werbeclips oder ganze Imagekampagnen von Baufirmen, Autohäusern oder Bäckereien. Alles Berufszweige, die es schon ewig gibt, die jetzt aber auch auf Social Media werben müssen um mit der Zeit zu gehen. Eine Zeitungsanzeige konnte früher auch der Azubi schreiben. Ein gut gedrehtes Reel oder TikTok zu planen, filmen und schneiden ist da eine ganz andere Hausnummer.
Heutzutage braucht uns jedes Unternehmen, egal wie weit deren Arbeitsfeld von Medien weg ist. Ob wir jetzt direkt vor Ort angestellt sind oder in einer Agentur arbeiten, die beauftragt wird, wir sind gefragt.

Ein Beispiel aus der letzten Zeit ist Aevor – Eine Rucksackmarke, die aktiv versucht hat sich eine Community auf TikTok aufzubauen, indem sie aufwendigen vertikalen Content über Geschichten aus dem Büro bzw. den Gesichtern hinter der Marke produziert haben, statt der klassischen Werbung mit reinem Fokus auf das zu vertreibende Produkt.

Der nächste logische Schritt ist eine Übersicht über das vorhandene Material des Spiels – Was gibt es alles ?

MI, Muk, Mgp – Buchstabensalat und was sich dahinter versteckt

Das ist vermutlich der einfachste Teil unserer Erklärung. Wir haben MI – Medien und Informationswesen, was aber gerade ausläuft und von Muk – Medien und Kommunikation ersetzt wird. Das ist der Studiengang, der am breitesten gefächert ist und eine Mischung aus Medien, Technik und Kommunikation beinhaltet. Der klassische Werdegang ist hier ein sehr breitgefächerter Bachelor, nach dem man sich dann in einem Master auf ein Gebiet spezialisieren kann. MGP – Mediengestaltung und Produktion ist der Studiengang, bei dem es hauptsächlich um das Produzieren geht. Klassischer Film, Zeichnen, aber auch Module zum Thema Selbstständigkeit.
An dieser Stelle können wir auch noch UNITS – Unternehmens und IT-Sicherheit und ViW – Virtuelle Welten und Game Technologies als die etwas spezialisierteren Studiengänge erwähnen.

Erst jetzt beginnt die eigentliche Erklärung mit den Regeln und Möglichkeiten. – Was tun wir ?

Die verschiedenen Bereiche des Medienstudiums

Das Medienstudium bei uns lässt sich in die 4 Vertiefungsbereiche unterteilen, aus denen wir im zweiten Studienabschnitt wählen dürfen. Im ersten Abschnitt (Semester 1-3) werden die Grundlagen aufgebaut, die im Zweiten dann vertieft werden. Projektarbeit, Praxissemester oder Bachelorarbeit können an dieser Stelle der Erklärung eine kurze Erwähnung finden, sind aber für ein Grundverstädnis des Studiums nicht wichtig.

Mediengestaltung umfasst alle Veranstaltungen, in denen es um das Erstellen von Medienprodukten geht. Dinge wie Animieren, Zeichnen, das Schreiben von Drehbüchern oder natürlich auch das Drehen von Filmen. 90% aller Dinge, die man als Außenstehender zu sehen bekommt, sind Dinge, die aus der Veranstaltungen dieses Vertiefungsbereichs entstanden sind.

Medienwirtschaft hilft uns dabei zu lernen wie wir unsere Teams in Mediengestaltung am besten managen und wie wir das, was wir produziert haben, nach außen tragen und darstellen können. Wie funktioniert Marketing ? Was ist eine gute Unternehmenskultur und wie manage ich Prozesse und plane Projekte ? Themen wie Risikomanagement und kleine Einblicke in die psychologischen Aspekte von Spieleentwicklung oder das heutige Konsumverhalten gehören ebenfalls in diesen Vertiefungsbereich.

Medieninformatik ist das klassische „Ich sitze vor dem PC und schaue auf unverständlichen Code“. Was sind IP-Adressen? Wieso habe ich daheim WLAN? Wie funktionieren die Programme auf meinem Computer und wieso kann es sein, dass fremde Menschen an meine Daten kommen, wenn ich auf einen falschen Link klicke? Das sind Fragen, die in den Veranstaltungen von Medieninformatik beantwortet werden können. Außerdem werden hier die ersten kleinen Spiele oder Anwendungen programmiert.

Medientechnik ist der Bereich, den wir brauchen, um all die anderen Produkte am Ende auch zu erleben. Kameras um zu filmen, Lautsprecher um zu hören, was im Audiolabor erzeugt wurde oder auch Drucker und Druckmethoden, um unsere Werbung auf die Packung unseres Produkts zu drucken. Medientechnik hilft uns die Kreativität aus unseren Köpfen Realität werden zu lassen.

Keine Anleitung kommt ohne Beispiele aus, die visualisieren was im Text steht.

Praxisbeispiele von Studierenden der Hochschule Offenburg

Was natürlich auch in jede Anleitung gehört, ist das Ziel des Spiels. Worauf arbeiten wir hin?

Berufsperspektiven

In unserer heutigen Zeit ist vermutlich kaum ein Berufsfeld so breit aufgestellt wie das Feld der Medien. Vom Filmset über Werbeagenturen bis hin zu Pressearbeit und dem Programmieren ganz neuer Anwendungen finden Medienstudierende überall eine Nische, die ihren persönlichen Neigungen entspricht. Oft sind die Berufswege nicht ganz so linear wie bei anderen Bereichen, bieten dafür aber ständig neue Möglichkeiten. Ein ganz normaler Weg ist zum Beispiel, in einer Firma in der Marketingabteilung anzufangen, aber mit den Grundkenntnissen aus dem Studium nach ein paar Jahren in die IT zu wechseln oder eine Weiterbildung zur App Entwicklung zu machen, um dann dort weiterzuarbeiten. Andere dagegen werden selbständig und arbeiten als Freelancer für verschiedene Produktionen. Als Redakteur bei einem Brettspielverlag nutze ich meine Kenntnisse, um Spielregeln grafisch zu setzen, Regelvideos zu drehen und gleichzeitig auch die Dinge aus den verschiedenen Game Design Veranstaltungen, um die Brettspiele fertig zu entwickeln oder zu bearbeiten. Mit den Grundlagen dieses Studiums haben wir alle Grundlagen um überall Fuß fassen zu können. Um also auf der nächsten Familienfeier der Oma die Sorgen zu nehmen, was wir mit unserer Zukunft machen, haben wir mit unserem Studienfeld mehr als genug Beispiele und Möglichkeiten.

„Bei mir hat es funktioniert, dann verstehen das auch alle Anderen“ – Meine Oma nach meiner Erklärung mithilfe dieser Struktur


Medienstudiumgrafik: Midjourneygrafik von mir nachbearbeitet
Fachkraft: https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS2u-pdgOy_Z573OI74frjR7PhmSZ4m_ERZhQ&s
Scrabble Tiles: Midjourneygrafik von mir nachbearbeitet
Kleine Grafiken: Selbst mit Canva


Studium

Dein perfektes Praxissemester: Was du wissen musst!

Für viele Studierende ist das Praxissemester der spannendste Teil des Studiums. Endlich die gelernte Theorie praktisch anwenden, Berufserfahrung sammeln und wichtige Kontakte knüpfen. In diesem Artikel findest du Tipps und alles, was du in Sachen Bezahlung, Rechte und Versicherungen für dein Praktikum an der Medien Fakultät wissen musst.

Allgemeine Infos

An der Medien Fakultät ist für jeden Studiengang ein Pflichtpraktikum vorgesehen. Das ist wichtig zu wissen, da es einige Unterschiede zwischen einem freiwilligen und einem Pflichtpraktikum gibt. Während deines Pflichtpraktikums bist du weiterhin an der Hochschule immatrikuliert und behältst deinen Studierendenstatus für den vollen Zeitraum. Somit ist das Praktikum sozialversicherungsfrei

Voraussetzung und Dauer

Der Abschluss des ersten Studienabschnitts ist die Voraussetzung für die Zulassung zum praktischen Studiensemester. Die Dauer des Praktikums muss mindestens 95 Arbeitstage (ohne Wochenenden, Feiertage, Fehlzeiten, Urlaub) betragen. Plane dir also genug Zeit ein, damit du ohne Probleme auf die verpflichtenden Präsenztage kommst. Außerdem sollte deine Praktikumsstelle zu mindestens einem der genannten Arbeitsbereiche passen. Eine Übersicht über die Ausbildungsziele und -inhalte findest du hier.

Besonderheiten

Bei den Studiengängen m.gp und MW+ wird als Voraussetzung außerdem das Zwischenzeugnis benötigt.

Urlaub

Weil du deinen Studierendenstatus behältst, hast du leider keinen Anspruch auf Urlaubstage. Einige Unternehmen gewähren jedoch freiwillig Urlaubstage. Falls dies der Fall ist oder du individuell freie Tage ausgehandelt hast, müssen diese unbedingt schriftlich im Praktikumsvertrag festgehalten werden.

Bezahlung

Sicher freust du dich schon lange vor dem Start des Praktikums auf die erste Gehaltsüberweisung. Hierbei solltest du aber im Vorfeld einige Infos wissen. Bei einem Pflichtpraktikum steht dir laut Gesetzgeber kein Anspruch auf Gehalt zu, auch der gesetzliche Mindestlohn nicht. Viele Arbeitgeber zahlen aber glücklicherweise trotzdem ein Gehalt bzw. eine Aufwandsentschädigung. 

Die Höhe der Vergütung variiert je nach Branche deutlich. Unternehmen aus den Bereichen Medien und Werbung sind dafür bekannt, kein Gehalt fürs Praktikum oder nur wenig zu bezahlen. Generell lässt sich sagen, dass Praktikanten bei größeren Konzernen mehr verdienen als bei kleinen und mittleren Unternehmen. 

Tipp

Wenn keine Vergütung angegeben ist, lohnt es sich, das Thema in deinem Jobinterview offen anzusprechen. Bisherige Berufserfahrung, Fremdsprachenkenntnisse und besondere Fähigkeiten können dir dabei helfen, einen kompetenten Eindruck zu hinterlassen. Oft sind Unternehmen dann eher bereit, eine kleine freiwillige Vergütung oder andere Benefits anzubieten. Erkundige dich gegebenenfalls nach zusätzlichen Benefits, wie beispielsweise einem Deutschlandticket.

Vor dem Praktikum

Beginne frühzeitig mit dem Planen deines Praktikums. Dazu gehört sich zuallererst zu überlegen, in welchem Semester du dein Praktikum machen willst und welcher Bereich dich interessiert. Anhand dessen kannst du auf verschiedene Weisen dein Praktikumsplatz finden. Geeignete Möglichkeiten zur Stellensuche sind etwa die Career Messe und die Karriereplattform JobTeaser der Hochschule, sowie bekannte Online-Portale wie Indeed oder Stepstone. Empfehlenswert ist zudem, ein LinkedIn-Profil zu erstellen und sich dort über potenzielle Arbeitgeber zu informieren.

Für die meisten Bewerbungen benötigst du ein Anschreiben, deinen Lebenslauf und die Immatrikulationsbescheinigung. Manche Unternehmen fordern zudem eine Modulbescheinigung und die Bestätigung, dass es sich bei dem Praxissemester um ein Pflichtpraktikum handelt. Diese Bestätigung stellt das zuständige Sekretariat aus.

Wenn du deine passende Stelle gefunden und deinen Praktikumsvertrag unterschrieben hast, lädst du eine Kopie im Moodlekurs des passenden Semesters hoch. Damit alle wichtigen Themen in deinem Vertrag geregelt sind, gibt es auf der Seite des Praktikantenamts einen Beispielvertrag, an dem du dich orientieren kannst.


Über Initiativbewerbungen freuen sich die Unternehmen in der Regel auch. Falls du also keine passenden Stellenanzeige gefunden hast, ein Unternehmen aber sehr interessant findest, kannst du dich dort trotzdem bewerben. Weitere Infos zu deiner Initiativbewerbung findest du hier
 

Während des Praktikums

Gespräche und Feedback im Unternehmen
Sprich regelmäßig mit deiner Betreuungsperson über deine Aufgaben und plane mindestens zwei längere Gespräche ein. Ein Zwischenfeedback etwa zur Halbzeit und ein Abschlussgespräch kurz vor Ende des Praktikums. In diesen Gesprächen erhältst du wertvolles Feedback, das dir hilft, deine Stärken und Entwicklungspotenziale besser zu erkennen und dich langfristig weiterzuentwickeln.

Arbeitsproben sichern
Wenn möglich, sammle Arbeitsproben, die du später für Bewerbungen oder dein Portfolio nutzen kannst. Kläre vorher mit deiner Betreuungsperson, welche Unterlagen du aus Datenschutz- und Geheimhaltungsgründen mitnehmen oder in abgeänderter Form verwenden darfst.

Tipp für deinen Praktikumsbericht

Mache dir während des gesamten Praktikums kurze Notizen zu deinen Aufgaben, Projekten und Lernerfahrungen. So hast du am Ende alle wichtigen Informationen parat und es fällt dir deutlich leichter, deinen Praktikumsbericht zu verfassen.

Nach dem Praktikum

Am Ende deines Praktikums gibst du den verpflichtenden Praktikumsbericht ab. Zur Orientierung steht dir hier ein Beispielbericht zur Verfügung. Dieser muss vor Abgabe von deinem Betreuer im Betrieb gelesen und abgezeichnet werden. Die Abgabefrist für die Praktikumsberichte der Medien-Fakultät endet vier Wochen nach Vorlesungsbeginn des neuen Semesters. Außerdem lädst du dein Arbeitszeugnis hoch. Alle Infos zu den Abgaben findest du hier.

Mein Praxissemester

Mein Praktikum habe ich im vierten Semester bei hansgrohe absolviert. Auf das Unternehmen bin ich erstmals auf der Career Messe der Hochschule Offenburg aufmerksam geworden. Dort hatte ich die Möglichkeit, erste Gespräche zu führen und einen Eindruck vom Unternehmen zu gewinnen, was letztlich den Anstoß gegeben hat, mich für ein Praktikum zu bewerben.

Während meines Praxissemesters konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Die vielfältigen Aufgaben und Projekte ermöglichten es mir, mein theoretisches Wissen praktisch anzuwenden und mein Verständnis für Marketingstrategien und -prozesse zu vertiefen. Besonders geschätzt habe ich die Möglichkeit, eigenverantwortlich Aufgaben zu übernehmen und direkte Verantwortung zu tragen.

Das Praxissemester hat mir geholfen, meine beruflichen Interessen weiter zu konkretisieren. Umso mehr freue ich mich, dass ich nach meinem Praktikum als Werkstudentin bleiben durfte. Somit kann ich ein frühzeitiges Praktikum im Studium sehr empfehlen.

Insgesamt blicke ich sehr positiv auf mein Praxissemester zurück. Es war eine schöne und bereichernde Erfahrung, die meinen bisherigen Studienverlauf sinnvoll ergänzt und mich in meiner beruflichen Orientierung bestärkt hat.

Fazit

Das Praxissemester ist eine tolle Gelegenheit, um erste berufliche Erfahrungen zu sammeln. Nutze die Zeit bestmöglich: probier Neues aus, knüpfe Kontakte und genieße die vielfältigen Einblicke – so kommst du deinem Berufsziel einen großen Schritt näher. Viel Erfolg!

Studium

Medien & Kommunikation: für mich das ideale Allrounder-Studium

Kreativ, technisch, wirtschaftlich und kommunikativ. Der Bachelorstudiengang Medien und Kommunikation (mukB) an der Hochschule Offenburg vereint vier Welten in einem Studiengang. Wer vielseitige Interessen hat, findet in diesem Studiengang die perfekte Antwort.

Ich studiere im fünften Semester Medien und Kommunikation. In dieser Zeit habe ich gemerkt, wie wertvoll die Vielfalt des Studiengangs ist. Sie eröffnet mir immer neue Perspektiven und zeigt mir, welche Bereiche wirklich zu mir passen. Genau das möchte ich in diesem Artikel teilen.


Vier Bereiche, ein Ziel, die Welt der Medien verstehen und gestalten:

Mediengestaltung: Ideen visuell zum Leben erwecken

In dem Bereich Mediengestaltung dreht sich alles um die kreative Umsetzung von Ideen. Sei es in Filmprojekten, Animation, Sounddesign oder Digitaldesign. Hier werden Geschichten visuell erlebbar gemacht. Studierende entwickeln Konzepte, gestalten Storyboards, produzieren Filme und experimentieren mit neuen Technologien wie Virtual und Augmented Reality.

Medieninformatik: Technik trifft Kreativität

Technik und Kreativität schließen sich hier nicht aus, sie ergänzen sich. In der Medieninformatik lernen Studierende das Programmieren von Grund auf, sie entwickeln eigene Apps, Games oder Webanwendungen und beschäftigen sich mit Themen wie IT-Sicherheit oder dem Internet of Things.

Medientechnik: Ohne Technik keine Medien

Die Medientechnik ist das technische Fundament des Studiengangs. Hier geht es um Kamera- und Tontechnik, Streaming, Druckverfahren und Studiotechnik. Ob Livestream oder Labor-Projekte, Studierende lernen, wie Theorie und Praxis perfekt zusammenwirken.

Medienwirtschaft: Kreativität wirtschaftlich denken

Wer Medien studiert, muss auch wirtschaftlich denken. In der Medienwirtschaft geht es um Betriebswirtschaft, Marketing, Medienrecht und Projektmanagement. Die Studierenden lernen, kreative Ideen marktfähig zu machen, ob durch Social-Media-Strategien, Unternehmensgründung oder innovative Marketingpraxis.

Wie Vielfalt Orientierung gibt

Schon in den ersten Semestern habe ich verstanden, wie hilfreich die große Bandbreite meines Studiums ist. Man probiert so viele unterschiedliche Dinge aus, dass man automatisch ein Gefühl dafür entwickelt, was einem liegt und was eher nicht. In einem Modul geht es tief in die Gestaltung, im nächsten stehen strategisches Denken oder technische Aufgaben im Mittelpunkt. Ich habe außerdem auch herausgefunden, wo meine Schwächen liegen. Besonders die informatischen Module waren für mich eine echte Herausforderung. Ich fand die Themen spannend, hatte aber überhaupt kein Händchen für Programmierung und technische Logik. Das hat mir geholfen, meinen weiteren Studienverlauf gezielter zu planen und meinen eigenen Weg besser einzuordnen.

Mit der Zeit habe ich verstanden, dass die Vielfalt nicht nur Wissen vermittelt, sondern einen auch persönlich weiterbringt: Welche Aufgaben motivieren mich wirklich? Wo kann ich meine Stärken einbringen? Und wo entdecke ich vielleicht Fähigkeiten, die mir vorher gar nicht bewusst waren? Gleichzeitig hilft genau diese breite Grundlage dabei, die eigene Rolle zu finden und ein Verständnis für viele Bereiche aufzubauen. Ein Vorteil, der später in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern spürbar wird.

Warum genau diese Vielfalt das ist, wonach ich gesucht habe

Ich wollte früh ins Berufsleben einsteigen und habe deshalb eine Ausbildung zur Bauzeichnerin bei WeberHaus GmbH & Co. KG begonnen. Die Ausbildung war jedoch sehr technisch und bot kaum Raum für eigene Ideen. Kreativität spiele praktisch keine Rolle, und genau das hat mir gefehlt. Mir wurde klar, dass ich etwas machen möchte, das vielseitiger ist.

Also entschied ich mich für einen neuen Weg und begann anschließend mein Studium an der Hochschule Offenburg. Ohne zu ahnen, wie breit und abwechslungsreich Medien & Kommunikation tatsächlich ist. Rückblickend hat sich dieser Schritt als genau richtig erwiesen, weil er mir die kreative Freiheit und fachliche Vielfalt eröffnet hat, die ich mir gewünscht hatte. Gleichzeitig hat das Studium mir Raum gegeben, meine Interessen zu schärfen und neue Stärken zu entdecken.

Durch die Vielseitigkeit bin ich auf Themen gestoßen, mit denen ich mich zuvor kaum beschäftigt hatte, etwa KI-gestützte Anwendungen und digitale Innovationen. Diese neuen Einblicke haben mir nicht nur Spaß gemacht, sondern auch dabei geholfen, klarer zu erkennen, in welchem beruflichen Bereich ich nach dem Abschluss arbeiten möchte.

Mein Modulprofil ansehen

Die Tabelle gibt einen strukturierten Überblick über die Module, die ich bereits absolviert habe. Sie ist nach Semestern geordnet und zeigt, wie sich meine Inhalte und Schwerpunkte im Verlauf entwickelt haben.

*Nach dem sechsten Semester folgen weitere Module und Projekte. Die Regelstudienzeit liegt bei sieben Semestern. Für den erfolgreichen Abschluss müssen insgesamt 210 Credits erworben werden.

Meine Einblicke:

Mein Studium ist geprägt von viel Praxis, neuen Erfahrungen und einer großen Bandbreite an Themen. Die folgenden Einblicke zeigen, wie unterschiedlich die einzelnen Module sind:

Mediengestaltung 1

Zeichnen in der Kunstschule Offenburg

Die Übungen zeigten Schritt für Schritt, wie aus simplen Formen komplexere Motive aufgebaut werden. Von ersten Linien und Kreisen über Zylinder- und Körperstudien bis zu räumlichen Skizzen reichte die Bandbreite. Dazu kamen Porträtzeichnungen, ein gut gefülltes Skizzenbuch und detaillierte Darstellungen von Alltagsobjekten.

Vertiefung Medientechnologie

Fotografie mit Lichteffekten

Plastikbesteck
Plastikbesteck
CD-Hülle
CD-Hülle

Für diese Bildserie habe ich mit Lichtbrechung und transparenten Materialien gearbeitet. Das Licht des Overheadprojektors fiel durch verschiedene durchsichtige Kunststoffobjekte, die unter einer glatten, transparenten Glasplatte lagen. Durch Spannungen und Strukturen im Plastik entstanden die intensiven, regenbogenartigen Farben. Die Projektion wurde auf eine Leinwand geworfen, von der ich die Effekte anschließend mit der Kamera fotografiert habe. So entstanden abstrakte Aufnahmen, die zeigen, wie Licht, Material und Projektion zusammenwirken.

Labor Medientechnologie

Bau eines Lautsprechers aus Alltagsmaterialien

Für meinen DIY-Lautsprecher habe ich ein einfaches Chassis und eine selbst gewickelte Kupferspule mit einem Dauermagneten kombiniert. Als Membran diente ein Joghurtbecher aus Kunststoff, der die Schwingungen der Spule hörbar machte. Das Gehäuse entstand aus einem mit Papier überzogenen Ballon. So entstand ein funktionsfähiger Schallwandler, der zeigt, wie Klang mit einfachen Mitteln erzeugt werden kann. Der Bauprozess war experimentell und genau dadurch besonders lehrreich.

Lautsprecher
Spule
Gründungsideen

Kunterbuch – Personalisierbare Kinderbücher mit Fokus auf beeinträchtigte Kinder

Im Modul Gründungsideen haben wir als Team gelernt, wie aus einer ersten Idee ein tragfähiges Konzept entsteht. Wir analysierten Zielgruppen, definierten eine Problemstellung und entwickelten darauf aufbauend unsere gemeinsame Geschäftsidee „Kunterbuch“. Unsere Idee: Personalisierbare Kinderbücher, die Vielfalt und Inklusion sichtbar machen. Dabei gestalteten wir Basisstorys, erste Illustrationen und planten einen Prozess, bei dem eine KI die Bücher individuell anpasst. Ergänzend arbeiteten wir mit Marktanalysen, Werteversprechen, Business Model Canvas und entwickelten schließlich ein erstes minimal brauchbares Produkt (auch Minimum Viable Product genannt).

Geschäftslogo
erstes MVP
– gedrucktes Buch

Warum Allrounder heute gefragt sind

Die Medienwelt verändert sich rasant. Neue Technologien, Plattformen und Trends entstehen in immer kürzeren Abständen und genau das verändert auch die Anforderungen an Menschen, die in diesem Feld arbeiten wollen. Heute reicht es nicht mehr, nur kreativ zu sein oder ausschließlich Technik zu beherrschen. Gefragt sind diejenigen, die zwischen beiden Welten vermitteln können.

Genau hier setzt das Studium Medien & Kommunikation an. Es kombiniert kreative Gestaltung, technisches Verständnis und strategisches Denken, eine Mischung, die im Arbeitsalltag enorm wertvoll ist. Wer dieses breite Fundament mitbringt, wird oft zur zentralen Schnittstelle im Team. Man versteht die Sprache der Designer*innen, Programmierer*innen und der Marketingabteilungen. Weshalb man Projekte so zusammenführen, dass am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Und gerade weil sich die Branche mit KI, Social Media, XR und datengetriebener Kommunikation ständig weiterentwickelt, merke ich immer wieder, wie wertvoll diese Vielseitigkeit ist. Sie ermöglicht es, neue Entwicklungen nicht nur zu beobachten, sondern aktiv mitzugehen. Man bleibt beweglich, kann Trends schneller einordnen und wächst mit jeder Veränderung ein Stück weiter. Genau das macht für mich den Reiz aus: ein Feld, das sich nicht beruhigt, sondern mich immer wieder herausfordert und weiterbringt.

Auch du überlegst, später im Medienbereich zu arbeiten? Dann kann dir dieses Studium zeigen, welcher Bereich wirklich zu dir passt und wo deine Stärken liegen. Gleichzeitig bekommst du die Chance, neue Fähigkeiten an dir zu entdecken, die du vorher vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hast. Das Studium eröffnet dir unterschiedliche Wege und hilft dir dabei, herauszufinden, welchen davon du gehen möchtest.

Mehr Infos zum Studiengang mukb findest du auf der offiziellen Seite der Hochschule Offenburg.


Studium

Der andere Weg zum Traumberuf

Im Studium fühlt sich der Alltag oft an wie ein Hamsterrad: Man rennt, rennt und rennt, um den Leistungsdruck irgendwie zu meistern. Labore, Abgaben, Präsentationen, Klausuren – und irgendwo dazwischen soll man auch noch herausfinden, „was man später mal werden möchte“.

Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Und als ich mir Gedanken über meine berufliche Zukunft machte, war es plötzlich sogar umgekehrt: Ich sah im Wald überhaupt keinen einzelnen passenden Baum.
Ich möchte dir in diesem Artikel nicht nur erzählen, wie ich selbst meinen Weg gefunden habe, sondern auch einen Leitfaden geben, der dir hilft, deinen eigenen „goldenen Baum“ zu entdecken.

Mein Wendepunkt: Als es endlich Klick machte

Bei mir kam die Erkenntnis spät. Erst im fünften Semester stach ein einziges Modul aus der Menge heraus. Es war weder bedeutend noch besonders präsent im Studienplan. Aber es hat mir Spaß gemacht. Echten Spaß, so wie man es oft vergisst, wenn man lange nur „funktioniert“.
Da fiel mir ein Rat ein, den ich noch vor dem Studieren, beim StartING von mehreren Recruitern gehört hatte:

Dieser Satz hat mich später immer wieder begleitet. Und rückblickend war genau das mein erster innerer Kompass.
Vielleicht gibt es auch bei dir ein Fach, ein Hobby oder einen Moment, der dich hat aufhorchen lassen. Achte darauf, denn solche Funken sind oft wertvoller als vollständige Berufsbilder.

Wenn du den Weg nicht siehst – lass andere die Taschenlampe halten

Nicht jeder findet seine Richtung sofort. Manchmal weiß man nur, was nicht passt. Und genau dann helfen andere Menschen enorm weiter.
Ich habe irgendwann angefangen, Menschen in meinem Umfeld konkret zu fragen: „Was fällt euch bei mir auf? Was geht mir schnell oder leicht von der Hand?“ Die Antworten haben mich überrascht.

Plötzlich ging es nicht mehr um Noten oder Studienleistungen, sondern um Dinge aus meinem Alltag und meiner Kindheit:

  • Dass ich schnell ein Problem löse
  • Dass ich komplizierte Dinge runterbreche und leicht erkläre
  • Dass ich Abläufe und Muster sehr schnell erfasse

Lange habe ich solche Dinge als nebensächlich betrachtet. Dabei sagen sie enorm viel über uns aus: Problemlösung, Mustererkennung, strategisches Denken.

Falls du ein Hobby hast, frag deine Teamkollegen: „Warum spielt ihr eigentlich gern mit mir?“
Da kommen oft ehrliche Antworten, die Fähigkeiten sichtbar machen, die im Lebenslauf nie erwähnt werden.

Auch Professoren, Kommilitonen und besonders die Agentur für Arbeit können wertvolle Hinweise geben. Gerade die Agentur war für mich überraschend hilfreich: Dort habe ich den Tipp erhalten, regelmäßig Stellenanzeigen zu analysieren. Nicht nur, wenn man akut etwas sucht. Man versteht dadurch, welche Fähigkeiten gefragt sind und wie sich der Markt verändert. Dadurch habe ich aus einer ungefähren Richtung einen tatsächlichen Berufswunsch machen können.

Die Potenzialanalyse: Sich selbst einmal richtig kennenlernen

Eine echte Bereicherung war für mich der Workshop „Potenzialanalyse, Profilbildung und erfolgreiches Selbstmarketing“ des Career Centers der HS Offenburg.

Dort habe ich erstmals strukturiert festgehalten:

  • Welche Stärken ich tatsächlich habe
  • Welche Verhaltensmuster sich durch mein Studium und meine Kindheit ziehen
  • Welche Werte mir wichtig sind
  • Und wie andere Menschen mich einschätzen

Es klingt banal, aber erst wenn man das schwarz auf weiß hat, versteht man wirklich, warum manche Berufe passen und andere nicht.
Ich habe danach begonnen, alles auf einem großen Blatt (oder eher: einer ganzen Mindmap-Wand) zu sammeln. Auch Tools wie 16Personalities, Strengthsfinder oder das Ikigai-Modell haben mir geholfen.

„Ikigai“ war besonders wertvoll, weil es zeigt, wo sich vier Bereiche überschneiden:

Grafik zu Ikigai
  • Was du liebst
  • Was du gut kannst
  • Was die Welt braucht
  • Wofür du bezahlt wirst

Denke diese vier Punkte gründlich durch. Dann wird vieles wie ein Puzzle zusammenpassen.

Praxis: Probieren geht über Studieren

Als ich eine ungefähre Richtung hatte, habe ich versucht, praktische Erfahrungen zu sammeln – das geht mit Nebenjobs, Projekten oder dem Praxissemester.
Vielleicht klappt nicht jedes Praktikum. Bei mir lief eines nicht wie geplant, weil meine gewünschte Richtung durch KI-Veränderungen plötzlich nicht mehr gefragt war.
Das war frustrierend, aber es hat mir geholfen, meine Suche neu auszurichten, so dass der zukünftige Beruf auch in Zukunft bestand hat.

Wichtig ist:

Jobsuche: Mustererkennung statt Titeljagd

Ich habe irgendwann aufgehört, nur nach dem perfekten Jobtitel zu suchen. Stattdessen habe ich geschaut: Welche Eigenschaften verkörpere ich – und welche Berufe brauchen sie?
Beispiele aus meinem eigenen Profil:

  • Schnelle Mustererkennung → Datenarbeit, UX-Research, Analyse
  • Strategisches Denken → Projektsteuerung, Konzeption
  • Organisation → Verwaltung, Assistenz, Prozessentwicklung

Und plötzlich öffneten sich ganz neue Felder, die ich vorher nie in Betracht gezogen hätte.
Regelmäßiges Durchstöbern von Stellenanzeigen ist einer der besten Tipps, die ich je bekommen habe. Alle zwei, drei Wochen verändern sie sich – und genau diese Veränderungen zeigen dir Trends, Chancen und Lücken.

Du kannst die Region Offenburg gezielt beobachten:

LinkedIn wurde für mich zusätzlich zum wichtigsten Networking-Tool. Über Suchaufträge habe ich Firmen gefunden, die ich sonst nie entdeckt hätte.

Bewerben: Wie ich gelernt habe, meine Stärken sichtbar zu machen

Bewerben war für mich eine der größten Hürden, besonders das Anschreiben.
Wenn es dir auch so geht: Du bist nicht allein.

Mit der Zeit habe ich eine Struktur entwickelt, die alles einfacher macht. Keine reine Liste, keine „Tipps“ – sondern ein roter Faden, an dem sich ein Anschreiben fast wie von selbst entwickelt. Die Dozentin des Workshops „Potenzialanalyse, Profilbildung und erfolgreiches Selbstmarketing“ hat meine Liste noch mit vier Kernfragen ergänzt, die ich sehr passend finde.

Die vier Fragen, die dir jedes Anschreiben erleichtern:

  1. Wer bin ich?
    Starte nicht mit Floskeln. Sag klar, wer du bist, was du studierst, wo du gerade stehst.
  2. Was tue ich aktuell – und was kann ich?
    Erzähle, was du bisher gelernt hast, welche Projekte dich geprägt haben und welche Verantwortung du übernommen hast. Das müssen keine großen Titel sein. Es reicht, wenn man erkennt, was dir leichtfällt und was du kannst. Zeige deinen Mehrwert anhand echter Beispiele. Eine Bewerbung ist keine Bescheidenheitsübung, aber auch kein Marketingroman. Bleib ehrlich und konkret.
  3. Was strebe ich an? Warum genau diese Stelle?
    Sag, wohin du möchtest und warum ausgerechnet diese Position dir dabei hilft. Recruiter wollen wissen, ob du dir Gedanken gemacht hast. „Ich suche eine spannende Position“ ist kein Ziel. „Ich möchte meine analytische Stärke im Bereich XY einbringen“ dagegen schon.
  4. Und was macht mich besonders?
    Ein Anschreiben ohne Persönlichkeit bleibt unsichtbar. Erzähle, was dich begeistert und was dich antreibt. Das darf ruhig etwas unkonventionell sein. Leidenschaft bleibt im Kopf.

Vorstellungsgespräch: Die Kunst der ehrlichen Vorbereitung

Die wichtigste Erkenntnis: Übung macht alles leichter.
Ich stand oft genug vor dem Spiegel und habe mir selbst Fragen beantwortet.
Was mich besonders weitergebracht hat:

  • JobTeaser-Angebote nutzen (gern mehrere, die Meinungen unterscheiden sich!)
  • YouTube-Interviews (z.B. von Silke Koppitz)
  • Gespräche mit Freunden oder Eltern
  • Mikro-Übungen wie: „Antwort auf die Frage ‚Was ist deine Schwäche?‘ ohne Ausreden.“

Eine meiner besten Antworten kam aus einem echten Erlebnis:
Ich hatte mir einmal zu viele Module aufgeladen und ging nebenher noch arbeiten. Kurz vor der Klausurenphase habe ich beides nicht mehr unter einen Hut bekommen. Deshalb musste ich mich von einer Klausur abmelden. Das war eine Schwäche, aber auch eine Geschichte über Grenzen, Verantwortung und Konsequenzen.
Und genau das suchen Personalverantwortliche: Ehrlichkeit und Reife.

Der Wald, die Bäume und dein eigener goldener Baum

Heute weiß ich:
Der Berufsweg ist kein gerader Pfad, sondern eher ein Wald voller Fragen, Möglichkeiten und Irrwege. Und manchmal sieht man wirklich weder Wald noch Bäume. Trotzdem steht dein eigener „goldener Baum“ dort irgendwo.

Du findest ihn, wenn du:

  • reflektierst, wer du bist
  • andere fragst, was sie in dir sehen
  • ausprobierst, was dir Freude macht
  • zwischen den Zeilen von Stellenanzeigen liest
  • und mutig genug bist, neue Wege zu gehen

Am Ende wirst du plötzlich etwas entdecken:
einen Beruf, der sich nicht wie ein Kompromiss anfühlt – sondern wie ein Zuhause.

Ich selbst stehe noch nicht ganz am Ziel, aber ich spüre, dass ich die Hauptrichtung zu meinem goldenen Baum gefunden habe. Eine Richtung, die sich nicht wie ein Kompromiss anfühlt, sondern wie ein Zuhause. Mein nächster großer Schritt steht mit dem bevorstehenden Praktikum unmittelbar bevor und ich freue mich darauf, diesen Weg konkret zu erkunden.

Und dann lautet das Sprichwort endlich:

Bildquellen

Alle Bilder und Grafiken sind mit KI generiert

Studium

Lernmethoden: Wie du wirklich lernst – und warum wir es oft falsch machen

Schluss mit der Selbstsabotage: Wir vergeuden hunderte Stunden am Schreibtisch – und fallen in der Klausur trotzdem auf die Nase. Der Grund? Unsere Lernmethoden sind oft veraltet und ineffektiv. Doch wer sein Studium wirklich meistern will, muss nicht zwangsläufig härter arbeiten, sondern nur schlauer. In diesem Artikel zeige ich dir wissenschaftlich bewiesene Strategien, die dein Gehirn wirklich erreichen, und gebe dir einen konkreten Workflow für die Medienfakultät an die Hand, damit du den Stoff nicht nur kurzfristig paukst, sondern ihn nachhaltig verstehst und erfolgreich anwendest.

Aber warum lernen wir überhaupt falsch? 

Bevor wir zu den Lösungen kommen, müssen wir das Kernproblem verstehen: Warum stecken wir so viel Zeit in ineffiziente Strategien? Die Antwort liegt in unserem Gehirn und einigen gängigen Missverständnissen: 

1. Die Illusion des Wissens

Wenn du deine Notizen oder einen Text mehrfach liest, fühlt sich der Stoff irgendwann vertraut an. Das Gehirn signalisiert: „Diesen Inhalt kenne ich schon!“. Spätestens wenn du die Unterlagen weglegst und dich daran erinnern möchtest, sollte dir jedoch auffallen, dass du das Wissen nicht behalten hast. Wir verwechseln hier Vertrautheit mit echtem Verstehen.
Du erkennst also die Worte wieder und verstehst sie, kannst sie aber nicht aktiv abrufen, anwenden oder jemand anderem erklären.
Der Grund: Deine Methode war passiv. Und genau das ist der Punkt, denn:

2. Wir lieben passive Methoden 

Methoden wie Lesen, Abschreiben und farbiges Markieren fühlen sich angenehm und produktiv an, weil wir beschäftigt sind und es dennoch wenig kognitive Anstrengung erfordert. Deshalb bevorzugen wir sie intuitiv. Jedoch aktivieren diese unser Gehirn kaum, da wir den Stoff nicht selbst wierdergeben müssen. Die effektiven Methoden sind anstrengender. Sie zwingen das Gehirn zur Arbeit. Und genau deshalb meiden wir sie – ein psychologischer Selbstschutz, der uns aber im Weg steht.  

Lernen fühlt sich oft nicht gut an.
Wenn es sich leicht anfühlt, lernst du wahrscheinlich gerade nicht viel.

Warum ist Lernen so schwierig?

Falls dich dieses Thema interessiert, kann ich dir diesen Vortrag von Gerhard Roth empfehlen:
Warum sind Lehren und Lernen so schwierig?
Gerhard Roth war einer der bekanntesten europäischen Neurobiologen. In diesem Skript erklärt er in einfachen Worten, worauf es beim richtigen Lernen (und Lehren) ankommt.

3. Der Mythos vom Lerntyp  

Hast du schon von den vier Lerntypen nach Vester gehört? Obwohl Vester’s Theorie 1970 entstanden ist, wird sie bis heute noch fleißig zitiert. Ich habe es selbst damals in der Schule behandelt. Diese besagt, dass jeder einen sogenannten „Hauptkanal“ hat, mit dem er Informationen besonders gut aufnehmen kann.

Zum Beispiel:
auditiv = Inhalte werden am besten durch das Hören eingeprägt.
„höre viele Vorträge und Podcasts und spreche Zusammenfassungen laut aus.

Aber Achtung:
Diese Idee, wurde empirisch widerlegt!
Sie klingt zwar logisch, ist aber wissenschaftlich nicht haltbar (und zusätzlich in der Praxis auch schwer umzusetzen).

Wer sich deshalb auf einen Typ festlegt, schränkt sich unnötig ein.

Dein Gehirn lernt am besten, wenn du so viele Sinne und Methoden wie möglich aktivierst. 

Bewiesene Methoden

Wie also bekommst du das Wissen wirklich in den Kopf? Die Wissenschaft hat hier klare Favoriten, die du sofort anwenden kannst:

1. Active Recall

Wenn du nur eine einzige Sache aus diesem ganzen Artikel mitnimmst, dann bitte diese. Active Recall ist der absolute Kern von erfolgreichem Lernen. Ohne diese Methode verschwendet man eigentlich nur Zeit.
Noch dazu ist es absolut kein Hexenwerk!
Es heißt übersetzt „Aktives Abrufen“, und bedeutet genau das, was der Name bereits vermuten lässt. Dabei versuchst du, Informationen aktiv aus deinem Gedächtnis hervorzuholen, ohne in die Lösung zu schauen. Es ist im Grunde also ein ständiger Selbsttest.

Dahinter steckt das Prinzip der Desirable Difficulty (wünschenswerte Erschwernis). Lernen funktioniert auf neuronaler Ebene am besten, wenn es eine gewisse Anstrengung erfordert. In dem Moment, in dem du kurz stockst und dich anstrengen musst, um eine Information abzurufen, wird ein chemisches Signal an dein Gehirn gesendet. Dadurch wird signalisiert, dass diese Information gebraucht wird und die entsprechende neuronale Verbindung gestärkt werden soll. Das bloße erneute Anschauen einer Information löst diesen Prozess nicht aus. Erst der erfolgreiche Abruf sorgt dafür, dass das Wissen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis wandert.

Fragen statt Zusammenfassungen

Schreibe dir zu der Vorlesung keine Zusammenfassungen, sondern formuliere Fragen zum Stoff (Karteikarten). Beim Lernen gehst du nur diese Fragen durch und musst die Antworten selbst produzieren.

Blurting

Nachdem du ein Thema bearbeitet hast, nimmst du ein leeres Blatt Papier. Schreibe alles auf, woran du dich erinnerst, ohne nachzuschauen. Erst danach öffnest du das Buch und ergänzt das, was fehlt. Insbesondere für komplexe Sachverhalte sinnvoll

Stop & Go

Schließe nach jedem Sinnabschnitt kurz die Augen und rekapituliere im Kopf die Kernaussage. Wenn du es nicht formulieren kannst, hast du die Lücke sofort identifiziert.

2. Spaced Repetition

Im Grunde bedeutet Spaced Repetition, dass wir unser Gelerntes in bestimmten Intervallen wiederholen müssen. Denn (und das wird dich wahrscheinlich nicht überraschen): Unser Gehirn vergisst gerne. Was wir nicht ständig brauchen, wird gnadenlos aussortiert. Ab wann wir wie viel vergessen, hat der Psychologe Hermann Ebbinghaus erforscht und in der sogenannten Vergessenskurve visualisiert. Mit Spaced Repetition arbeitest du dabei gegen die diese Kurve an. 

Ebbinghaus’sche Vergessenskurve

Kurz nach dem Lernen gehen die meisten Informationen verloren; nach 20 Minuten sind bereits rund 40 % des Gelernten vergessen.

Lerne lieber verteilt: Wiederhole den Stoff (zum Beispiel in Form der Karteikarten) heute, dann in zwei Tagen, dann in einer Woche. Du zögerst so die Vergessenkurve hinaus und vergisst langsamenr. Digitale Karteikarten-Apps sind hierfür genial, weil sie dir das Planen abnehmen.  

Hilfreiche Apps für Karteikarten:
Das Planen der Intervalle ist nervig? Lass das eine App machen!
Tools wie Anki oder Remnote basieren genau auf diesem Algorithmus. Sie zeigen dir morgens automatisch nur die Karten an, die du gerade kurz vor dem Vergessen bist. Das spart Zeit.

Remnote
Anki
Goodnotes

Durch KI ist es mittlerweile auch möglich, sich die Karteikarten erstellen zu lassen. Einen interessanten Beitrag findest du hierzu in unserem Newsroom.
Bedenke aber: Das automatische Erstellen nimmt dir nicht das eigentliche Lernen ab!

3. Die Feynman-Technik 

Die Technik ist eine einfache Methode, um zu überprüfen, ob man ein Thema wirklich verstanden hat. Der Ablauf ist wie folgt: 

Wir neigen nämlich oft dazu, uns hinter komplizierten Fachbegriffen zu verstecken.
Die Feynman-Technik ist deshalb so effektiv, weil sie dich zwingt, das Wissen in deine eigenen Worte zu übersetzen.

💡 Tipp
Stelle dir vor, du erklärst das Thema einem Fünftklässler.

3 Gründe für die Feynman-Technik

https://www.youtube.com/shorts/EZD-MwElw0I

4. Mindmaps 

Mindmaps sind eine super Möglichkeit, die zu lernenden Informationen visuell darzustellen und zu strukturieren. Dadurch behältst du den Überblick und kannst die Themen in “das große Ganze” einordnen. Sie ermöglichen dir, Verbindungen zwischen Themen herzustellen. 

💡 Tipp
Wenn du digital arbeitest, kann ich dir hier Apps empfehlen, welche sogenannte unlimited Whiteboards anbieten. Du kannst dort auf einer Seite bequem deine Mindmap erstellen und bis ins Unendliche skalieren, ohne so Bedenken zu haben, dass dir der Platz ausgeht. 
Ich selbst nutze das Feature in Goodnotes. Es gibt aber auch andere Alternativen wie Apple Notes (Freeform) oder Microsoft Onenote.

Dein Workflow im Medienstudium 

Da wir an der Medienfakultät sehr vielseitig studieren, gibt es nicht die eine Strategie für alles. Aber aus eigener Erfahrung hat man je nach der Art der Lehrveranstaltung eine andere optimale Herangehensweise.

1. Grundlagen- und Theoriemodule

Wenn du für Lehrveranstaltungen mit begriffsintensiven Themen und Modellen lernst, geht es darum, Fakten zu behalten und Zusammenhänge zu verstehen. Ich empfehle deswegen bei Modulen dieser Art:

  • Lies die Literatur, die in den Skripten erwähnt oder zitiert wird. Dadurch vertiefst du dein Wissen und bekommst hilfreiche Beispiele und veranschaulichende Grafiken.
    Das meiste findest du direkt im OPAC der Hochschulbibliothek.
  • Außerdem kannst du hier die oben genannten Methoden voll ausspielen! Gerade in Wirtschaftsfächern hast du oft geballtes Wissen und Fachwörter. Nutze Karteikarten für Definitionen und Mindmaps, um die großen Zusammenhänge zwischen den behandelten Themen zu visualisieren.
  • Schau dir zur Veranschaulichung YouTube-Videos an

2. Anwendungs- & Logikmodule

Bei vielen Modulen ist das reine Wiedergeben von Informationen jedoch nicht der richtige Weg. Insbesondere bei logikbasierten Modulen wie Informatik und Technik wird gefordert, die in der Vorlesung vorgestellten Methoden und Formeln an neuen Aufgabentypen praktisch anzuwenden.

  • Du profitierst mehr davon, unter dem Semester die konkreten Übungen aus der Vorlesung zuhause noch einmal selbst zu errechnen oder zu programmieren. Denn nur wenn du selbst am Problem kniffelst, lernst du es wirklich.
  • In diesen Disziplinen werden auch häufig Tutorien angeboten. Falls es welche gibt, nimm sie unbedingt wahr!
    Sie helfen ungemein, da sie dir die Möglichkeit geben, konkrete Fragen zu stellen und zusätzliche Übungen zu bearbeiten. Wenn du es dir außerdem zur Aufgabe machst, regelmäßig hinzugehen, bleibst du automatisch „am Ball“ und hast zusätzlich ein gutes Gefühl, weil du produktiv bist.
    (Ich persönlich verdanke die meisten „Aha-Momente“ und guten Noten unseren engagierten Tutoren.)

3. Kreativ- & Projektmodule

In diese Disziplin fallen alle Module, bei diesen du am Ende eine praktische Arbeit abgibst. Hier gelten ganz andere Regeln als beim Lernen für eine Klausur.

  • Hier ist Perfektionismus der Killer der Kreativität. Nimm dir vor: Lieber starten und schauen, was passiert, als ewig zu überlegen. 
  • Hol dir Inspiration von den „Besten“ (Es ist keine Schande, abzugucken)
  • Wenn du mit Programmen designst, schaue Videos von anderen Creatives. Du lernst nicht nur neue Techniken, sondern oft auch geniale Shortcuts und Workarounds. 

Hilfreiche Plattformen sind hier YouTube und Pinterest

Standardtipps

Zum Schluss hier noch ein paar grundlegende Tipps von mir:

Bereite dich mental drauf vor

Bevor du den eigentlichen Stoff lernst, rufe bereits vorhandenes Wissen in Erinnerung. Zum Beispiel, indem du alte Karteikarten durchgehst oder einfache Übungsaufgaben wiederholst. 

Habe eine positive Grundstimmung

Du lernst dadurch auch effektiver. Setze dir keine unrealistischen Ziele. Halte dir außerdem vor Augen, warum du lernst.

Lege Pausen ein

Es gibt zum Beispiel die Pomodoro-Technik oder die 60-60-30-Methode. Die Faustregel: Spätestens wenn du dich nicht mehr konzentrieren kannst, ist es Zeit für eine Pause. 

Grüble nicht ewig

Wenn ich bei einer Aufgabe hänge, schaue ich nach max. 5 Minuten die Lösung nach oder frage jemanden. Ewiges Grübeln frustriert nur und bringt meistens nichts (von US-Studie belegt). 

Trickse deinen Schweinehund aus

Wenn ich gar keine Lust habe, nehme ich mir vor: „Ich mache nur 10 Minuten.“ Das ist machbar. Meistens bin ich dann ohnehin in dem Thema drin und mache weiter.

Beware deine Fehler auf

Wenn du Übungen korrigierst, nehme einen roten Stift, aber lösche deine Fehler nicht – daraus lernt man am meisten. 

Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.

Platon

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Studium

Fesselnde Präsentationen dank KI: Entdecke den AI-Presentation Maker

Wieder mal zu lange prokrastiniert und nun muss schnell eine Präsentation her? Nutz dafür die KI-Tools von Slidesgo! Der AI-Presentation Maker kreiert dir in wenigen Minuten komplette Präsentationen. Es werden professionell gestaltete Slides mit einer sinnvollen Gliederung und den wichtigsten Inhalten deines Themas erstellt. Klingt spannend? Dann erfahr hier, wie du die Tools optimal für dich und dein Studium nutzen kannst!

Was ist Slidesgo.com?

Slidesgo.com ist eine Website, die vor allem dafür bekannt ist, kostenlose Vorlagen für Google Slides und PowerPoint anzubieten. Die Plattform stellt eine riesige Auswahl an professionell gestalteten Folien für viele verschiedene Themenbereiche zur Verfügung und dank der umfangreichen Filtermöglichkeiten kannst du passende Vorlagen zu wirklich jedem Anlass finden. Das Beste daran? Du kannst die Slides ganz einfach runterladen und an deine eigenen Bedürfnisse anpassen, damit deine Präsentation genau so aussieht, wie du es möchtest.

Das Unternehmen hinter Slidesgo.com

Hinter Slidesgo.com steht die Freepik Company – ein im Jahr 2010 gegründetes Unternehmen, zu dem neben Slidesgo weitere bekannte Plattformen gehören, wie Freepik, Wepik, Flaticon und Videvo. Alle Plattformen sind im Bereich der digitalen Inhalte tätig und bieten eine Vielzahl von Ressourcen an.

Hier ein kleiner Überblick:

  • Freepik: Anbieter von Vektoren, Fotos, AI-Bilder, Icons, Videos usw.
  • Wepik: Online-Editor und mobile App rund ums Thema Design
  • Flaticon: Anbieter anpassbarer Symbole und Sticker
  • Videvo: Anbieter von Videos, Audioclips und Ressourcen für Grafikanimationen

Slidesgo wurde 2019 ins Leben gerufen und hat seitdem eine stetig wachsende Bibliothek anpassbarer Vorlagen aufgebaut. Kurz darauf wurde der AI-Presentation Maker eingeführt, um Präsentationen noch effizienter gestalten zu können. Dieses Tool entwickelt selbstständig Inhaltsvorschläge zu deinem vorgegebenen Thema und bietet automatisch verschiedene Designs, sowie Anpassungsmöglichkeit an, um den Erstellungsprozess zu vereinfachen. Im Online-Editor lässt sich der generierte Entwurf individuell bearbeiten und kann mit weiteren KI-Tools optimiert werden.

Welche Funktionen sind wichtig für mich und mein Studium?

Slidesgo.com bietet eine Vielzahl an hilfreichen Funktionen an, um dich beim Präsentationserstellungsprozess bestmöglich zu unterstützen. Im Folgenden eine Übersicht der wichtigsten Funktionen:

Dein Inhalt steht bereits, aber die Gestaltung fällt dir schwer? Dann stöber doch einmal durch die riesige Vorlagen-Bibliothek!
Dank der Suchfunktion und umfangreicher Filteroptionen findest du mit Sicherheit zu jedem Thema ein passendes Design. Nachdem du eine passende Vorlage ausgewählt hast, kannst du die einzelnen Folien im Online-Editor bearbeiten oder über den blauen Button den Download starten (entweder als Google Slides, Power Point oder seit neustem auch als Canva-Datei).

Das Beste an den Templates ist für mich die riesige Auswahl an kostenlosen Icons und Elementen, die in jedem Design zur Verfügung stehen.

Hier ein kleiner Einblick

Slidesgo.com war für mich der absolute Game-Changer. Meist stand der Inhalt bereits und ich wusste genau, was ich sagen möchte. Jedoch fiel es mir schwer, die Ideen ansprechend darzustellen. Doch dank der Teilnahme am Präsentationstraining in meinem Bachelor-Studium, kenne ich Slidesgo und habe seither nie wieder etwas anderes benutzt. Also wenn Du glaubst, dass bei deinen Präsentationsdesigns noch Luft nach oben ist – lerne Slidesgo.com kennen und tobe dich aus!

Noch einen Schritt weiter geht der AI-Presentation Maker. Dieser hilft dir beim Design, gibt dir aber zeitgleich Ideen für den Inhalt. Lass Dir Deine Präsentation in drei kurzen Schritten von der KI erstellen:

Schritt 1: Öffne slidesgo.com und klicke auf den AI-Presentation-Maker.

Startseite von Slidesgo.com

Schritt 2: Lege die Einstellungen der Präsentation fest.

Dies ist der wichtigste Schritt: du beeinflusst mit den folgenden Angaben maßgeblich das Ergebnis deiner Präsentation.

Folgende Bereiche kannst du auswählen:

  1. Topic: Kurze Erklärung des Themas
  2. Writing tone: Wähle hier zwischen verschiedenen Schreibstilen aus (z.B. Professionell oder kreativ)
  3. Language: Sprache auswählen (aktuell Auswahl für bis zu 25 verschiedene Sprachen)
  4. Number of Slides: Angabe der Anzahl der Seiten (geht aktuell leider nur bis maximal 14 Seiten)
  5. Style: Wähle zwischen verschiedenen Folien-Designs

Falls du zum Thema Prompts-Schreiben noch genauere Infos benötigst, klicke auf den Button, um zum Prompt-Guide von Slidesgo.com zu gelangen:

Schritt 3: Klicke auf „Generate presentation“ und schon erstellt die KI deine personalisierte Präsentation.

Im Anschluss kannst Du Deine generierte Präsentation im Online Editor weiter bearbeiten und nach deinen Wünschen anpassen.

Ansicht im Online Editor

Wichtig ist hier zu erwähnen, dass die KI lediglich einen groben Überblick über dein Thema gibt. Jedoch setzt sie dir den Grundbaustein deiner Präsentation, sie gibt dir wichtige Schlüsselideen und Zusammenfassungen – wie eine Art Brainstorming-Partner. Du hast somit Inspiration für spannende Inhalte, eine sinnvolle Gliederung und ein schönes Design. Nun kannst du die vorgefertigte Präsentation direkt mit eigenen Infos aus verschiedenen Quellen ergänzen und nach deinem Belieben bearbeiten.

Mit dem Text to Image Generator kannst du direkt im Online-Editor mit künstlicher Intelligenz passende Bilder generieren lassen. Versuche dafür möglichst präzise Angaben zu machen. Weitere Tipps, um gute Prompts zu schreiben, findest du auf Slidesgo.com.

Beispiele

Gib in der ersten Zeile deine Bildbeschreibung ein, wähle das Seitenverhältnis, einen Bild-Stil und lasse dein Bild generieren.

Ich habe in diesem Beispiel den Prompt-Vorschlag von Slidesgo.com übernommen und einen Fuchs im Schnee generieren lassen.

Ein weiteres Beispiel: „Glückliche Studentin am Laptop beim Erstellen einer Präsentation im Büro“.

Ähnlich wie bei ChatGPT kann man sich mit dem AI-Writer bestimmte Inhalte schreiben lassen. Großer Vorteil ist hier, dass du nicht immer zwischen verschiedenen Seiten hin und her springen musst, sondern alles direkt im Online-Editor einfügen und weiter bearbeiten kannst.

Beispiel

Als Beispiel habe ich gefragt: “ Was ist Content Management?“

Folgende Definition kam dabei raus:

Du musst Deine Präsentation in einer Fremdsprache halten? Lass dir mit dem AI-Translator ganz einfach die komplette Präsentation oder einzelne Folien in die jeweilige Sprache übersetzen. Dies ist natürlich optimal, falls du die Präsentation in verschiedenen Sprachen brauchst. Innerhalb weniger Sekunden werden alle Folien übersetzt.

Beispiel

Zielsprache auswählen und die jeweiligen Seiten, die übersetzt werden sollen:

Übersetzung auf Englisch:

Auf der Plattform findest du neben den bereits genannten Ressourcen eine Vielzahl an Tipps und Tricks zum erfolgreichen Präsentieren. Du findest beispielsweise verschiedene Hilfestellungen im Umgang mit PowerPoint und Google Slides oder allgemeine Tipps, um dein Publikum zu beeindrucken. Außerdem bietet Slidesgo die Möglichkeit an Kursen teilzunehmen. Das Ziel ist es, den Nutzer*innen optimal dabei zu helfen, ihre Präsentationsfähigkeiten zu verbessern und beeindruckende Präsentationen zu erstellen.

Sinnvolle Tipps

Datei zum Download: Slidesgo-Guide für gute Prompts

Vorteile auf einen Blick

  • Zeitersparnis
  • Professionelles Design
  • Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten
  • Riesige Auswahl verschiedener Bilder und Icons
  • Benutzerfreundliche Bedienung
  • Komfort

Die drei wichtigsten Vorteile für mich: du sparst nicht nur Zeit, sondern vor allem Nerven und das mit einem wesentlich professionellerem Ergebnis (inklusive besserer Chancen auf gute Noten).

Für wen ist Slidesgo geeignet?

Slidesgo.com ist optimal für uns Studierende, da man sich enorm viel Zeit und vor allem Stress spart! Nicht jeder ist mit künstlerischen Fähigkeiten gesegnet und mit der großen Auswahl an Designvorlagen hat man bereits in wenigen Sekunden ein nützliches Grundgerüst. Durch die eingeführten KI-Tools wird der Prozess zusätzlich erleichtert, da dir der AI-Presentation Maker bereits Inhaltsvorschläge zur Verfügung stellt, du diese mit dem AI-Writer ergänzen kannst und Texte mit dem AI-Translator direkt im Online-Editor übersetzen kannst. Somit musst du nicht mehr ständig zwischen ChatGPT, Deepl und PowerPoint hin und her springen, sondern hast alle notwendigen Werkzeuge direkt an einem Ort.

Was kostet mich das?

Das Beste an Slidesgo.com? Du kannst alle vorgestellten Tools kostenlos nutzen! Die Plattform arbeitet mit gestaffelten Preismodellen. Die KI-Tools, sowie eine große Auswahl an Vorlagen, Bildern und Elementen stehen in der Free-Version kostenlos zur Verfügung. Wer den vollen Umfang genießen möchte, kann sich für einen erschwinglichen Preis die Premium-Version zulegen. Für Studierende liegt der Beitrag bei 11,99 € pro Jahr (2,99 € pro Monat) und die klassische Version bei 19,99 € pro Jahr (4,99 € pro Monat). Ähnlich wie bei vielen anderen Plattformen, hat man dadurch Zugang zu einer größeren Palette von Vorlagen, Elementen, Bildern etc. und hat die Möglichkeit, die KI-generierten Präsentationen direkt als PowerPoint-Datei herunterzuladen. Für den Beginn und die gelegentliche Nutzung ist die kostenlose Basis-Version aber auf jeden Fall mehr als ausreichend.

Erfahrungsberichte & Alternativen

Auf der Bewertungsplattform Trustpilot wird Slidesgo.com mit durchschnittlich 4,3 Sternen bewertet. Außerdem findest du dort weitere Erfahrungsberichte und Eindrücke anderer Nutzer*innen, die dir helfen können einen ersten Eindruck zu bekommen. Falls Slidesgo.com nicht das optimale Tool für dich ist, können SlidesAI oder PopAI eine mögliche Alternative sein.

Mein Fazit

Ich LIEBE Slidesgo.com! Seit vielen Jahren sind die Vorlagen wesentlicher Bestandteil meiner Präsentationen und ich bin immer wieder überrascht, wenn Kommiliton*innen diese Plattform nicht kennen oder nutzen, da sie für mich einen riesigen Mehrwert bietet. Die Vorlagen sind so leicht anzupassen und geben einem immer wieder neue Inspirationen, um Inhalte anschaulich darzustellen. Außerdem gibt es so unglaublich viele Designs aus verschiedenen Themenbereichen, sodass ich für jeden Anlass immer passende Folien gefunden habe! Neu war für mich der AI-Presentation Maker, aber ich kann mir sehr gut vorstellen diesen für den ersten Überblick bei kommenden Referaten zu verwenden. Abschließend kann ich jedem nur ans Herz legen, sich mit Slidesgo.com und den umfangreichen Funktionen auseinanderzusetzen, da diese das Studium wirklich erleichtern.

Bildquellen
  • Beitragsbild: Selbsterstellt mit Canva. Inspiriert von Giuseppe Ramos (Canva-Benutzername: @jemastock2).
  • Beispielbilder: Screenshots von www.slidesgo.com
Studentenleben

Bube, Dame, König, Ass – Warum Kartenspiele mehr als ein einfacher Zeitvertreib sind

Ob James Bond im Casino oder Tony Soprano im Hotelzimmer, abends in der Kneipe oder bei Sonnenschein am Badesee, mit den Freunden vorm Feiern gehen oder mit Oma bei Kaffee und Kuchen – fast jeder hatte schonmal Spielkarten in der Hand. Welche positiven Auswirkungen das Kartenspielen auf deinen Körper und dein Sozialleben haben kann und warum ich immer ein Deck Karten dabei habe, wenn ich mich mit Freunden treffe, erfährst du in diesem Beitrag.

Kartenspiele sind seit Jahrhunderten in unserer Kultur verankert und verbinden auch heute noch Generationen und Kulturen. Als geselliger Zeitvertreib, spannender Wettkampf oder in Film und Fernsehen, überall sind sie anzutreffen. Sie sind der ideale Begleiter, um auf Reisen neue Kontakte zu knüpfen oder die Wartezeit am Bahnhof zu überbrücken.
Am weitesten verbreitet ist das sogenannte „Französische Blatt“ oder „Standard Blatt“ mit insgesamt 52 oder 36 Spielkarten und den vier Kartenfarben Kreuz, Pik, Herz und Karo. Die unzähligen Möglichkeiten und Spiele, die sich daraus ergeben, sorgen dafür, dass es auch für erfahrene Spieler:innen immer wieder neue Spiele zu entdecken gibt. Das Standard Blatt ist so populär und vielseitig, dass es weltweit unzählige individuelle Designs von Marken, Franchises oder sogar Städten zu kaufen gibt.

Die Geschichte des Französischen Blatts

Wie kam es dazu, dass sich diese eine Variante eines Kartenspiels so durchgesetzt hat, dass sie heute fast überall auf der Welt zu finden ist?
Erste Nachweise von verzierten Karten oder Plättchen, mit denen gespielt wurde, stammen aus China und lassen sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die ersten Aufzeichnungen im europäischen Raum gab es rund 200 Jahre später. Neu war, dass auf den Karten adlige Personen wie Könige oder Grafen abgebildet wurden. Die Franzosen waren die ersten, die mit der Dame auch eine weibliche Person auf ihre Spielkarten brachten.
Auch die Kartenfarben waren damals noch sehr unterschiedlich. Im deutschen Raum gab es zum Beispiel die Farben Herz, Schelle, Laub und Eichel, die heute nur noch vereinzelt zu finden sind.
Mit der Kolonialisierung und den Handelsbeziehungen der europäischen Mächte, verbreitete sich das französische Kartenspiel im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts.
Ein weiterer Treiber war die Drucktechnik, die es in Europa ermöglichte, Spielkarten schnell und preiswert zu produzieren und damit für die breite Masse zugänglich zu machen.
Im Laufe der Zeit gab es immer wieder kleinere Anpassungen, aber im Großen und Ganzen ist das Französische Blatt bis heute unverändert geblieben.

Positive Soziale Effekte vom Kartenspielen

Positive und stressmindernde Atmosphäre

Durch die entspannte und gesellige Umgebung, die beim Spielen entsteht, wird eine positive Stimmung erzeugt, die nachweislich Stress abbauen kann. Spielen bietet eine Ablenkung zum Alltagsstress und hilft, den Kopf frei zu bekommen.
Perfekt also, um in der Prüfungsphase zwischendurch abzuschalten.

Interaktion und Kommunikation

Gemeinsam spielen bedeutet auch miteinander zu interagieren. Kartenspielen bringt Menschen zusammengebracht und regt Gespräche an. Gerade für introvertierte Menschen ist es oft schwierig mit anderen ins Gespräch zu kommen. Kartenspielen kann helfen, Fremde besser kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

Generationenübergreifende Verbindung

Kartenspiele sind eine tolle Beschäftigung für Menschen jeden Alters. Sie bieten eine Möglichkeit für verschiedene Generationen zusammenzukommen und Zeit miteinander zu verbringen. Viele Kartenspiele werden von Generation zu Generation weitergegeben. Dadurch haben einige Menschen auch eine emotionale Verbindung zu den Spielen.
P.S.: Deine Familie freut sich bestimmt auch, wenn du mal wieder zum Kartenspielen vorbeikommst.

Interkulturelles Bewusstsein

Kartenspiele haben oft eine lange Tradition in verschiedenen Kulturen. Das Spielen verschiedener Spiele kann das kulturelle Bewusstsein und das Verständnis für Traditionen und Bräuche fördern. Wenn du gerne reist, kannst du beim Spielen mit Einheimischen oder anderen Reisenden viel über deren Kultur lernen. So kannst du vielleicht sogar dein nächstes Lieblingsspiel entdecken.

Geduld und Respekt

Ein rücksichtsvoller Umgang miteinander ist essenziell beim Kartenspielen. Beim Spielen lernst du, dich an Regeln zu halten, abzuwarten und die Entscheidungen deiner Mitspieler:innen zu akzeptieren. Werte, die auch im Alltag sehr wichtig sind.


Fun Fact:
Das Ass war lange Zeit die niedrigste Karte im Deck, mit einem Kartenwert von einem Punkt. Erst durch die französichen Revolution und dem Aufstand gegen das Königshaus wurde der König auch im Kartenspiel „vom Thron gestoßen“. Das Ass wurde in vielen Spielen als neue höchste Karte mit einem Kartenwert von elf Punkten eingesetzt.
Beim Black Jack kann das Ass flexibel als eins oder elf gespielt werden, je nachdem, was die Spielenden in dem Moment eher benötigen.

Auswirkungen auf den Körper

Kartenspielen hat nicht nur einen positiven Einfluss auf unser soziales Bewusstsein, sondern auch auf unsere Gesundheit.

Gedächtnistraining: Bekanntermaßen nimmt die Leistungsfähigkeit des Gehirns im Laufe unseres Lebens ab. Das ist auch nicht erst im hohen Alter so, sondern betrifft auch junge Leute. Immer mehr von Ihnen klagen über eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne und ein schlechteres Erinnerungsvermögen. Mit Kartenspielen kannst du dem engegenwirken und etwas Gutes für dein Gedächtnis tun. Wenn du dir die Spielregeln einprägst, dich an vergangene Spielzüge erinnerst oder Karten zählst, kannst du dein Gedächtnis erheblich trainieren. Bereits einfache Spiele in regelmäßiger Frequenz können positive Ergebnisse zeigen. Es ist also nie zu früh, und auch nie zu spät, um mit dem Kartenspielen zu beginnen und so dein Gehirn auf Trab zu halten.

Mental Health: In Zeiten von Krisen und bedrückenden Nachrichten ist es umso wichtiger, sich Ablenkungen für unser Gehirn zu schaffen, um unter der Last dieser negativen Einflüsse nicht zu zerbrechen. Kartenspiele sind eine gute Ablenkung, um sich von den Stressoren des Alltags zu distanzieren und Ruhe zu finden. Außerdem sorgt Spielen zu Dopamin-Ausschüttungen in deinem Körper, die für einen gesunden Körper unverzichtbar sind.

Mediale Präsenz

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Mehr Informationen

Der popkulturelle Einfluss des Kartenspielens erstreckt sich schon lange weit über die Wohnzimmer- und Kneipentische hinaus. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Darstellung von Poker in Filmen. Das Glücksspiel wird gerne als Stilmittel genutzt, um eine spannende Stimmung zu erzeugen und Konflikte zwischen Figuren zu visualisieren. Ikonisch ist die Szene aus James Bond 007: Casino Royale, in welcher der Protagonist seinem Gegenspieler Le Chiffre am Pokertisch entgegentritt. Aber auch andere Spiele finden immer wieder den Weg auf die Bildschirme, mal als zentraler Handlungspunkt, mal eher dezent und nebenbei.

Meine Spieleempfehlungen

Nachdem du nun weißt, was das Kartenspielen so besonders macht und warum es so wohltuend sein kann, möchte ich dir gerne eine kleine Auswahl meiner Lieblingsspiele vorstellen. Damit bist du bestens für deine nächste Mittagspause oder die Wartezeit am Flughafen gerüstet.

Durak – Jeder gegen Jeden

„Durak“ ist russisch für „Narr“ und bezeichnet die Person, die bei diesem Spiel als Letzte noch Karten auf der Hand hält. Das Spiel wird mit 36 Karten gespielt und basiert auf einem Trumpfsystem. Die Spielenden müssen versuchen, Angriffe mit höherwertigen Karten oder Trümpfen abzuwehren. Gelingt das nicht, müssen alle gespielten Karten aufgenommen werden.
Durak ist ein einfaches und unterhaltsames Spiel mit kurzen Runden, das auch in größeren Gruppen gespielt werden kann. Ein perfektes Spiel für zwischendurch. Sei kein Narr und schau dir die Spielregeln nochmal genau an, bevor du mit deinen Freunden spielst.

Cambio – Welche Karte lag hier nochmal?

Bei diesem Spiel aus Südamerika sind ein gutes Gedächtnis und schnelle Reaktionszeit gefragt. Hier werden die Karten nämlich nicht auf der Hand gehalten, sondern jeweils vier Karten liegen verdeckt vor den Spielenden, von denen zwei zu Beginn einer Runde angeschaut werden dürfen. „Cambio“ heißt soviel wie „Ändern“ oder „Tauschen“ und darum geht es hier auch. Ziel ist es, durch Ziehen neuer Karten von einem Stapel, Tauschen mit Mitspielenden und Abwerfen der eigenen Karten, möglichst wenige Punkte vor sich liegen zu haben. Ob du clever getauscht hast, oder getäuscht wurdest, stellt sich am Ende einer Runde heraus, wenn alle Karten aufgedeckt werden. Lies dir die Spielregeln durch um bestens vorbereitet zu sein.

Schwimmen, Schnauz, 31 – Bloß nicht untergehen!

Schwimmen, auch als „Schnauz“ oder „31“ bekannt, ist ein einfaches Kartenspiel, bei dem es darum geht, eine Kartenkombination mit einem Gesamtwert von 31 zu erreichen, oder möglichst nahe daran heranzukommen. Die Spielenden erhalten drei Karten und können während ihres Zuges entweder ihre Handkarten mit den Karten aus der Mitte tauschen oder passen. Am Ende jeder Runde verliert die Person mit dem niedrigsten Blatt ein Leben. Wer viermal verliert, geht unter und scheidet somit aus. Gewonnen hat, wer sich am längsten „über Wasser hält“. Das Spiel erfordert sowohl Glück als auch taktisches Geschick, um die bestmögliche Hand zu erreichen und nicht zu „ertrinken“. Schau dir am besten zuerst die Spielregeln an, damit du in deiner ersten Runde nicht untergehst.

Jass – Teamwork und Taktik

Das traditionelle Schweizer Kartenspiel wird üblicherweise zu viert in zwei Zweierteams gespielt, die gegeneinander antreten. Es gibt aber auch eine Variante für zwei Spieler:innen. Das Spiel wird mit 36 Karten gespielt. Das Ziel ist es, durch das Ansagen von Trümpfen und Gewinnen von Stichen möglichst viele Punkte zu erzielen. Hierbei ist es wichtig, sich wortlos mit seinem Teampartner abzustimmen und den Überblick über die gespielten Karten zu behalten. Eine Runde Jass erfordert hohe Konzentration und dauert 45-60 Minuten. Da das Punktesystem recht komplex ist, lohnt sich ein Blick in die Spielregeln, bevor es mit dem Jassen losgehen kann.

Schlusswort

Kartenspielen ist natürlich nicht jedermanns Sache, und das ist völlig in Ordnung. Jeder findet in unterschiedlichen Hobbys seinen Ausgleich. Vielleicht siehst du das Kartenspielen jetzt nicht mehr nur als einfachen Zeitvertreib und lässt dich mal zu einer Runde überreden. Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick in die Welt des Kartenspiels geben und eventuell denkst du ja beim nächsten Treffen mit deinen Freunden daran, ein Kartendeck einzupacken.


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